Fabian Goertz (3.v.l.), hier mit seiner Familie bei der Ausstrahlung von „Land und lecker“, hat Pläne für den traditionsreichen Bauernhof. © Beate Rottgardt (Archiv)
Fabian Goertz

Lüner Bauernhof Goertz: Mit diesen Plänen geht es in die Zukunft

Einen traditionsreichen Bauernhof in eine erfolgreiche Zukunft führen - das ist das Ziel von Fabian Goertz. Gute Ideen gibt es schon länger, die sollen nun auch umgesetzt werden.

Als Fabian Goertz vor gut zwei Jahren bei der erfolgreichen WDR-Reihe „Land und lecker“ am Kochtopf stand, verriet der junge Landwirt auch seine Pläne für den Bauernhof, der seit Jahrhunderten im Familienbesitz ist.

Als die Sendung mit dem jungen Lüner ausgestrahlt wurde, gab es in der Tenne für Freunde und Bekannte ein Public Viewing und die Präsentation von Plänen für ein Hof-Café. Dort, wo Fabian Goertz den anderen Kandidaten von „Land und lecker“ sein Menü servierte – in der Tenne des Hofes – soll das Café eingerichtet werden.

In kleinen Schritten Pläne umsetzen

Doch dann kam wenige Monate später Corona. Und die Pläne mussten erst einmal auf Eis gelegt werden. Jetzt aber wollen Fabian Goertz und seine Eltern das Ganze angehen, in kleinen Schritten. Wegen der Pandemie hat sich alles nach hinten verschoben.

„Die Bauanträge liegen seit einem Monat bei der Stadt“, so Fabian Goertz auf Anfrage. Fast ein Jahr dauerte es, bis das benötigte Brandschutzkonzept vorlag. Auch die Finanzierung wird derzeit geklärt. „Gastronomie ist natürlich für uns auch Neuland“, so der junge Landwirt.

Der erste Schritt wird die Erweiterung und Neugestaltung des Hofladens sein, die Goertz 2022 angehen will. Bevor dann die Tenne zu einem gemütlichen Hofcafé umgebaut wird, will die Familie mit einer improvisierten Bistro-Variante starten: „Um zu sehen, wie das Ganze ankommt.“

Im ersten Corona-Jahr 2020 hatte der Hofladen viele neue Kunden gewonnen. Goertz: „Allerdings war da auch oft Schlangestehen mit Abstand angesagt, weil der Laden eben relativ klein ist und nicht so viele Kunden auf einmal hinein durften.“ Da auch immer mehr Mitarbeiter die Kunden betreuen, werde es nun Zeit, den Laden zu vergrößern.

Baumaterialien sind Mangelware

Die benötigten Mittel für den Laden-Neubau könne man kalkulieren, anders sieht es jedoch bei dem geplanten Hof-Café aus. Baumaterialien wie Holz sind derzeit Mangelware, auch Handwerker sind schwer zu bekommen. Die Frage sei auch, ob entsprechendes Personal für das Café schnell gefunden werden kann. Nachdem nach den Lockdowns auch etablierte Restaurants schon Schwierigkeiten haben, Mitarbeiter zu finden.

Deshalb will Goertz erst mit einem Bistro beginnen, ausprobieren, ob man zunächst mit Hilfe von Meldegeräten (Pagern) auch mit weniger Mitarbeitern auskommen kann. Dann würden die Gäste an der Theke bestellen, piepsend alarmiert werden, wenn die Speisen fertig sind und sie sich dort abholen. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Erst einmal steht das Weihnachtsgeschäft mit sicher wieder vielen Bestellungen an und dann soll 2022 der Laden-Neubau folgen.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt