Lüner Betrüger landet auf jeden Fall vor Gericht

Illegale Masche

Immer wieder soll ein 35-jähriger Lüner mit derselben Masche Menschen um Geld betrogen haben. Auf Facebook melden sich vermehrt Nutzer zu Wort, die schon vor längerer Zeit oder erst kürzlich auf ihn hereingefallen sind. Im Juli steht er wegen eines weiteren Betrugsvorwurfes vor Gericht.

LÜNEN

, 14.05.2016 / Lesedauer: 2 min

Wie ein Leser berichtete, sei der Mann diese Woche in der Friedenstraße unterwegs gewesen und habe an Haustüren geklingelt. Dort sei er jedoch abgewiesen worden. Meist gehe der angeklagte Lüner dabei wie folgt vor: Um an Bargeld zu gelangen, erzählt er herzergreifende Geschichten - beispielsweise, dass seine Frau in einer Klinik läge, er schnell dorthin müsse und dafür Geld benötige. In den meisten Fällen habe er das Geld behalten.

Ein anderer Leser aber meinte, er habe sein Geld zurückerhalten, als er ihn ansprach. Personen, die das Geld nicht wieder bekommen haben, sammeln sich in einer Facebook-Gruppe. Dort ist auch Rechtsanwalt Axel Denkert Mitglied. Denkert hatte, wie berichtet, mehreren Geschädigten angeboten, gegen den 35-Jährigen unentgeltlich eine Anzeige zu erstatten. Zuvor war auch er auf ihn hereingefallen.

Wie Henner Kruse, Sprecher der Staatsanwaltschaft, Freitag auf Anfrage bestätigte, sei ein Verfahren noch in Bearbeitung, „bei dem mehrere Anzeigeerstatter eingetragen sind“. Einen Verhandlungstermin wegen dieser Masche gebe es hier noch nicht.

Weiterer Vorwurf:

Anders allerdings in einem älteren Betrugsverfahren gegen den 35-Jährigen zum Nachteil eines Taxifahrers. Hier sei der Beschuldigte von Lünen nach Dortmund und wieder zurückgefahren, ohne über das nötige Bargeld zu verfügen. Angeklagt ist er deshalb im Juli vor dem Lüner Amtsgericht.

Das Gebäude am Spormeckerplatz ist für ihn kein Unbekanntes. „Bereits in der Vergangenheit hat es hier mehrere Betrugsverfahren gegen ihn gegeben“, sagte Kruse, „teilweise wurde er mit einer Geldstrafe belegt.“ Zwei Vorstrafen stünden in seinem polizeilichen Führungszeugnis, beide wegen Betrugs.

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