Lüner Bürgermeister in Quarantäne, seine Frau ist positiv getestet

Coronavirus

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns ist in Quarantäne. Seine Ehefrau, Lehrerin an der Grundschule am Lüserbach, ist positiv auf Corona getestet worden. Kleine-Frauns soll nicht erkrankt sein.

Lünen

, 13.11.2020, 09:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns führt die Amtsgeschäfte jetzt von zu Hause aus.

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns führt die Amtsgeschäfte jetzt von zu Hause aus. © Goldstein

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns habe sich bereits freiwillig in Isolation begeben, bevor das positive Testergebnis seiner Frau bekannt war. Am Freitagmorgen bestätigt die Pressestelle der Stadt Lünen, was als Gerücht schon die Runde gemacht hat: Die Frau des Bürgermeisters, die als Lehrerin an der Grundschule am Lüserbach unterrichtet, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Test des Bürgermeisters negativ

Laut Pressestelle der Stadt Lünen liegen bislang keine Hinweise auf eine Erkrankung des Bürgermeisters vor. Inzwischen gibt es auch ein Ergebnis seines Corona-Tests: Es ist negativ. Nach Mitteilung der Pressestelle muss er trotzdem in Quarantäne bleiben. Jürgen Kleine-Frauns werde zurzeit seine Amtsgeschäfte von zu Hause aus führen. Wie Pressesprecher Benedikt Spangardt mitteilt, werden alle anstehenden Termine abgesagt oder nach Möglichkeit durch Video- oder Telefonkonferenzen ersetzt.

Schulleiterin äußert sich nicht

Die Leiterin der Grundschule am Lüserbach hat sich trotz mehrfacher Anfragen der Redaktion nicht dazu geäußert, wie viele Fälle es an der Schule gibt. Der Kreis Unna teilte auf Anfrage mit, dass 30 Personen betroffen und in Quarantäne seien. Eltern berichten allerdings, dass mindestens 90 Schüler in Quarantäne sein sollen. Das beziehe sich auf den Hauptstandort der Schule in Horstmar. Am Freitagmorgen sollen an der Schule Schüler und Lehrer getestet worden seien. Wie viele, auch dazu gibt es keine Zahlen seitens der Schule.

„Im Dunkeln gelassen“

Nadine Girlich ist Mutter eines Erstklässlers. Sie kritisiert die fehlenden Informationen. Weder per Brief noch auf der Homepage würde sich die Schulleitung äußern. Da sie und ihr Mann in systemrelevanten Berufen tätig seien, sei es schon von Bedeutung zu wissen, ob es an der Schule Corona-Infektionen gebe oder nicht. „Es macht mich wütend, dass man im Dunkeln gelassen wird, obwohl man damit transparent umgehen muss.“ Sie kritisiert zudem, dass Sportunterricht in gemischten Gruppen mit 1. und 2. Klasse stattgefunden haben soll. Auch auf diese Frage der Redaktion an die Schulleitung gab es keine Antwort.

Kritik an mangelnden Informationen seitens der Schule übte auch ein Vater: Die Informationspolitik von Schule und Gesundheitsamt sei sehr spärlich, erklärt er.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben den Text aktualisiert.
Um 19.20 Uhr erreichte die Redaktion eine Mail der Schulleitung, dass wir uns an das Schulverwaltungsamt der Stadt oder das Gesundheitsamt wenden mögen. Die Eltern der Kinder der entsprechenden Klassen hätten vom Gesundheitsamt Informationen bekommen. Angepasste Elternbriefe in Papierform und/oder auf der Homepage enthielten Informationen.
Der Sportunterricht sei jahrgangsbezogen. Man hielte sich an die Vorgaben des Ministeriums.

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