Lüner Feuerwehr befreite Dachs aus misslicher Lage

Tier steckte an Kanal-Leiter fest

Tierischer Einsatz für die Lüner Feuerwehr: Ein Dachs steckte am Dienstag am Ufer des Datteln-Hamm-Kanals hinter einer Leiter in der Kanalspundwand fest. Ihn zu befreien, erwies sich als gar nicht so einfach. Das Tier war der Feuerwehr nicht gerade freundlich gesonnen.

LÜNEN

, 21.03.2017, 18:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Dachs in seiner misslichen Lage. Die Feuerwehr befreite ihn.

Der Dachs in seiner misslichen Lage. Die Feuerwehr befreite ihn.

Ein Spaziergänger hatte das Tier morgens entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Der Dachs steckte etwa in Höhe des Seeparks Horstmar hinter einer Leiter fest und kam nicht mehr vor und nicht zurück. Die eintreffenden Feuerwehrleute nahm das Tier ganz offensichtlich nicht als Retter in der Not wahr. „Der hat ganz schön gefaucht“, berichtet Einsatzleiter Christian Eisenberg. Gebissen hat er auch – nämlich in das Paddel, das ihm die Feuerwehr zunächst als eine Art Brücke anbot. Vergeblich.

Mit sanftem Druck des Paddels befreit

Vom Boot aus gelang es Feuerwehrleuten schließlich, den Dachs mit sanftem Druck des Paddels aus seiner Zwangslage zu befreien. „Er sprang zurück ins Wasser und schwamm ein Stück. Wir haben ihm dann im Wasser eine Schlinge um den Bauch gelegt und ihn so ans Ufer gebracht“, so Einsatzleiter Eisenberg. Anschließend staunten die Feuerwehrleute, „wie schnell so ein Dachs laufen kann“.

Der Dachs ist ein seltener Geselle in Lünen

Ein Dachs ist offenbar selten in Lünen. „Mir ist noch nie einer begegnet“, sagte Klemens Meier, Vorsitzender des Hegeringes Lünen. Er fragte noch zwei weitere Inhaber von Jagdrevieren in Lünen. Auch die hätten noch keinen Dachs beobachtet.

Die Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten schätze den Bestand in NRW auf 3000 bis 3500 Tiere, heißt es beim Naturschutzbund Nabu. Wälder seien der Lebensraum des Tieres, gelegentlich finde man Dachse auch in städtischen Parks.

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