Lüner fordert: Sperrt die Fußgängerzone zwischen Tobiaspark und Brücke für den Radverkehr!

rnHohe Unfallgefahr?

Zwischen Tobiaspark und Lippebrücke wird es öfter eng - häufig gibt es Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern. Was muss dort geschehen? Ein Radfahrer hat eine Idee.

Lünen

, 16.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Bernd V. Köster ist passionierter Radfahrer - und fordert dennoch, bestimmte Bereiche der südlichen Münsterstraße für den Radverkehr zu sperren. Denn er meint: „Hier ist es richtig gefährlich, weil Fußgänger und Radfahrer aufeinandertreffen.“ Wer sich ein paar Minuten an den Rand stelle, könne in Hochzeiten regelmäßig Beinahe-Unfälle beobachten.

Zu schnell, unaufmerksam und schlechte Räder

Köster meint vor allem den Bereich zwischen Tobiaspark und Lippebrücke: „Daran sind vor allem die Radfahrer selbst schuld. Sie fahren zu schnell, passen nicht auf und haben schlecht gewartete Räder.“ Die einzige Lösung wäre, dass Radfahrer in diesem Bereich eben absteigen müssten - oder man den Leezenpatt gleich ganz anders lege, etwa über die Salfordbrücke und dann die Graf-Adolf-Straße. Köster hat auch einen entsprechenden Antrag an die Politik gestellt.

Die hat aber indes Ende Juni im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung schon über das Thema diskutiert, die Verwaltung teilte da Ideen zum „Fahrradkonzept nördliche Innenstadt“ mit. Die bisherige Lösung, unter anderem als Fußgängerzone, habe sich „als von den Nutzern nicht akzeptierte Lösung gezeigt“, solle zunächst aber weiterhin so ausgeschildert werden. Wenn die Bauarbeiten im Bereich zwischen Tobiaspark und Lippebrücke beendet sind, so die Verwaltung, könnte dort eine Fahrradstraße entstehen, wo Radfahrer Vorrang hätten.

Auf der Brücke selbst könnte der Radweg von der Seite in die Mitte verlegt werden.

Unklar: Was wird schon umgesetzt?

Im Ausschuss, sagt Vorsitzender Rüdiger Billeb (SPD), sei über einige dieser Punkte durchaus noch diskutiert worden, es gab auch Kritik an den Plänen. Und unklar war: Welche Punkte setzt die Verwaltung möglicherweise schon um?

Laut Stadtsprecher Benedikt Spangardt sollen momentan größtenteils Markierungen aufgefrischt werden - allerdings außerhalb des „Rings“. Außerdem werden neue Piktogramme aufgebracht, das ganze soll bis zum Herbst geschehen.

Alle weiteren Maßnahmen, heißt es, seien noch unklar - und sollen vor einer Umsetzung noch einmal in den Ausschuss eingebracht werden.

Ausschuss spricht noch über das Thema

In der nächsten Ausschuss-Sitzung wird dann möglicherweise auch Bernd Kösters Antrag noch einmal besprochen - der ist nämlich vom Haupt- und Finanzausschuss dorthin verwiesen worden. Eine komplette Sperrung der Strecke für Radfahrer hält Billeb aber auch für problematisch. Dann müsste die Radstrecke ja beispielsweise über Salford-Brücke und Graf-Adolf-Straße geleitet werden. Dort wiederum könnte es Konflikte mit dem Busverkehr geben.

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