Lüner Fotograf stellt bei "Wunder der Natur" aus

Im Gasometer Oberhausen

Im Gasometer in Oberhausen können alle Besucher sie sehen: Die Bilder des Lüner Fotografen Klaus Nigge. Er stellt dort seine Weißkopfseeadler und Philippinenadler. Wir haben mit ihm über seine Reise, die Bilder und die Ausstellung gesprochen.

LÜNEN

, 24.07.2016, 06:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit nahezu 400.000 Besuchern in den ersten vier Monaten läuft die Ausstellung „Wunder der Natur“ im Gasometer Oberhausen auf einen Besucherrekord zu. Sie fasziniert mit der schwebenden Erdkugel in 100 Meter Höhe, aber auch mit 150 großformatigen Bildern aus der Tier- und Pflanzenwelt. Klaus Nigge, Naturfotograf und Lüner Kulturpreisträger, ist mit drei Werken dort vertreten.

Er zeigt einen Weißkopfseeadler und zwei Philippinenadler. Letztere zählen zu den größten Adlern der Welt. Klaus Nigge war mit der Eagle Foundation auf den Philippinen, um die Brutzeit zu dokumentieren. Dazu wurde eigens auf einem Baum in 36 Metern Höhe eine Plattform gebaut, die so groß war, „dass eine Hängematte hineinpasste“, berichtet Nigge.

Brutzeit auf den Phillipinen

Drei Wochen lang beobachtete er im Turnus von drei bis fünf Tagen das Werden der kleinen Philippinenadler. „Das war eine spektakuläre Sache.“ Im Baum zu sitzen, der sich leicht wiegt und zu wissen, 80 Meter entfernt sind die Adler, das sei „eines der intensivsten Erlebnisse überhaupt“ gewesen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Fotograf Klaus Nigge: Bilder und Einblicke in seine Arbeit

Klaus Nigge ist ein bekannter Lüner Fotograf, der immer wieder Natur- und Tierbilder veröffentlicht und ausstellt. Hier gibt es einige seiner Werke zu sehen, ebenso einen Einblick in seine Arbeit.
21.07.2016
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Das Bild zeigt einen Philippinenadler.© Foto: Klaus Nigge
Naturfotograf Klaus Nigge in Aktion mit seinem 800 Millimeter-Objektiv.© Foto: Klaus Nigge
In seiner ganzen Pracht: Der ameriakanische Schreikranich kurz vor dem Abheben.© Foto: Klaus Nigge
Eltern mit Kind: Während die Großen ein strahlend weißes Gefieder haben, kleidet sich das Junge noch okkerfarben. Foto Klaus Nigge© Foto: Klaus Nigge
Der Kranich ruft. Wird er gehört?© Foto: Klaus Nigge
Das Brutgebiet der Schreikraniche im kanadischen Nationalpark Wood Buffalo besteht aus Wald und Wasser.© Foto: Klaus Nigge
Naturfotograf Klaus Nigge mit seinem Tarnzelt, von dem aus er das Kranichpaar im Wood Buffalo vor die Linse nahm.© Foto: Klaus Nigge
Hier konnte Klaus Nigge die Kraniche am besten beobachten.© Foto: Klaus Nigge
Das Schreikranich-Weibchen auf dem Nest.© Foto: Klaus Nigge
Jetzt gibt`s Futter für das flauschige Jungtier der Schreikraniche.© Foto: Klaus Nigge
Noch nie wurden Schreikraniche beim Brüten fotografiert. Klaus Nigge hat es getan und die Bilder in einem faszinierenden Bildband veröffentlicht. Foto Quiring-Lategahn© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Bald Eagle (Haliaeetus leucocephalus)
Portrait in rain
Unalaska
Aleutian Islands
Alaska
January 2007© Foto: Klaus Nigge
Dieses Foto des Lüners Klaus Nigge wird beim Naturfotofestival im Oktober in Lünen gezeigt.
Name: Bald Eagle (Haliaeetus leucocephalus)
inspecting food pieces on frozen lake
Unalaska
Aleutian Islands
Alaska
January 2002© Foto: GDT Internationales Naturfotofestival 2015/
Dieses Foto der Flamingos des Lüner Fotografen Klaus Nigge wird im Oktober im Hansesaal gezeigt.© Foto: GDT Internationales Naturfotofestival 2015/
Das Foto zeigt einen Kranich mit seinen Kleinen.© Foto: Klaus Nigge
Das Foto zeigt einen Kranich mit seinen Kleinen.© Foto: Klaus Nigge
Klaus Nigge inmitten von Arbeiten von Rolf-Dietrich Ratzmann, die er für die Ausstellung sichtet.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Klaus Nigge wurde als Zwölfjähriger von Ratzmann am Stein-Gymnasium in Kunst unterrichtet, später waren sie künstlerische Weggefährten und enge Vertraute.© Foto: Annette Theobald
Überreichten Bürgermeister Stodollick (2.v.r.) Unterschriften: (v.l.) Ursula Korn, Jürgen Korn und Klaus Nigge (r.).© Foto: Günther Goldstein (A)
"Hereinspaziert" würde Klaus Nigge am liebsten schon jetzt sagen: Die Rundturnhalle wird beim Festival der Naturfotografen zur Bilderhalle.© Foto: Peter Fiedler
Vorfreude aufs Naturfoto-Festival in der Sparkassen-Halle: (v.l.) Bernd Wieck, Michael Lohmann, Uwe Wortmann, Karen Korte, Klaus Nigge und Heiko Rautert.© Foto: Beate Rottgardt
Freuen sich auf das Festival: (v.l.) Horst Müller-Baß, Karen Korte, Hans Wilhelm Stodollick, Heiko Rautert, Beate Raberg, Michael Lohmann, Klaus Nigge und Ulrich Fischer.© Foto: Beate Rottgardt
Karl-Friedrich Müller (l. aus Lüdenscheid) wurde für seine 40-jährige Mitgliedschaft in der GDT zum Ehrenmitglied ernannt. Klaus Nigge (r.), ehemaliger GDT-Präsident freute sich über diese Auszeichnung.© Foto: Volker Beuckelmann
Flamingos von Klaus Nigge. Flamingo-Bild, zur einmaligen Verwendung in Zusammenhang mit der Verleihung des Preises in London!© Foto: Klaus Nigge
Das Internationale Naturfoto-Festival wird alljährlich veranstaltet von der GDT-Gesellschaft Deutscher Tierfotografen. (Internationales Naturfoto-Festival 2012/ Klaus Nigge)
veranstaltet von der GDT-Gesellschaft Deutscher Tierfotografen. (Internationales Naturfoto-Festival 2012/ Klaus Nigge)© Foto: Klaus Nigge
Klaus Nigge (l.) präsentierte in der Dunkelheit auf der Bühne des voll besetzten Heinz-Hilpert-Theaters einen amüsanten Rückblick auf 40 Jahre GDT.© Foto: Volker Beuckelmann
Schlagworte Lünen, Klaus Nigge

Im Beiprogramm zur Gasometer-Ausstellung hat Klaus Nigge vor 300 Zuschauern von den Philippinenadlern berichtet. Dass sie im Wald leben und selten sind. Dass es noch 300 Paare gibt. Dass ihr Lebensraum bedroht ist, weil der Regenwald von 90 auf 5 Prozent geschrumpft ist. Klaus Nigge, der für Geo und National Geographic fotografiert, will mit seinen Bildern eine Botschaft verbinden: Die Schönheit der Natur muss bewahrt werden.

Ausstellung freut Nigge

Seine Fotos zeigen majestätische Vögel. Sie können ihre langen Federn auf dem Kopf aufstellen. Die Kamera zoomt sie heran. Dreimal war Nigge bereits in der Ausstellung. Dass seine Werken dort vertreten sind, „freut mich“. Den großen Zuspruch der Besucher erklärt Thomas Machoczek, Sprecher der Gasometer Oberhausen GmbH so: „Man kann sich inspirieren lassen. Das ist etwas für die ganze Familie.“ Der sich drehende blaue Planet im Innenraum des Gasometers „ist sicher ein Highlight, das jeden begeistert.“

Infos zur Ausstellung
Die Ausstellung „Wunder der Natur“ im , Arenastraße 11, ist noch bis zum 30. Dezember zu sehen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Montags geschlossen, außer an Feiertagen.

Eintrittspreise: Erwachsene 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Die Familienkarte kostet 23 Euro. 

 

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