Lüner geizen beim Heizen

Lünen In Sachen Energieeffizienz belegt Lünen einen Spitzenplatz: In keiner anderen Stadt lag der Heizölverbrauch pro Quadratmeter so niedrig.

10.07.2007, 10:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das hat der Energiedienstleister Techem AG beim Vergleich von 122 westdeutschen Städten für die Heizperiode 2005/2006 festgestellt. Lünen kam dabei auf einen durchschnittlichen Heizölverbrauch von 12,25 Liter/Quadratmeter - fast sieben Liter weniger als in Schleswig, der Stadt mit dem höchsten Durchschnittsverbrauch von 18,94 Liter/qm.

Generell schneiden Städte in Norddeutschland schlechter ab als die in NRW - ein Hinweis auf unterschiedliche klimatische Bedingungen. Im Vergleich der NRW-Städte sind die Differenzen naturgemäß geringer.

Dass sich Lünen an die Spitze setzen konnte, kommt für Hubert Scharlau (Foto) nicht überraschend. Der Vorstand des Bauvereins zu Lünen führt das gute Ergebnis auf die großen Anstrengungen in Sachen Wärmedämmung zurück, die von den vier ortsansässigen Wohnungsgesellschaften (Bauverein, WBG, LWSG und Glückauf) unternommen worden seien.

«Die vier Gesellschaften stehen im Wettbewerb und haben sich sicher gegenseitig beflügelt, etwas mehr zu tun als in anderen Städten», ist Scharlau überzeugt.

Denn im Wettbewerb sind Wohnungen mit niedrigem Energieverbrauch ein Argument, das sich für den Mieter in Euro und Cent auszahlt.

Auch viele private Vermieter hätten die Wärmedämmung ihrer Immobilien verbessert bzw. effizientere Heizungsanlagen einbauen lassen, weiß Scharlau: «Die Privaten sind von den Wohnungsgesellschaften im positiven Sinne in den Wettbewerb hineingezogen worden.»

Energieeffizienz hat nicht nur etwas mit Kosten zu tun, sondern auch mit Klimaschutz. Das hebt Techem-Niederlassungsleiter Dieter Hinners hervor: «Unsere Studie hat auch gezeigt, dass jedes fünfte Gebäude 20 und mehr Liter Heizöl pro Quadratmeter verbraucht, und das tut dem Klimaschutz nicht gut. Allein beim Heizen einer durchschnittlichen 70 qm-Wohnung fallen jährlich fast 2,8 Tonnen Kohlendioxid an.» Fie-

www.techem.de

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