Lüner Künstler ruft nach Corona-Hilfe - und ist damit nicht allein

Corona-Krise

Freiberufliche Künstler fordern eine Nachbesserung der Corona-Hilfen, um die Kultur aufrecht erhalten zu können. Einer von ihnen der Lüner Uwe Gegenmantel.

Lünen

, 29.06.2020, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der freiberufliche Künstler hofft auf mehr staatliche Unterstützung, um die Corona-Krise überwinden zu können.

Der freiberufliche Künstler hofft auf mehr staatliche Unterstützung, um die Corona-Krise überwinden zu können. © René Schneider

Das Soforthilfeprogramm „Neustart Kultur“ zur Unterstützung kultureller Tätigkeiten in der Corona-Krise sorgt für Kritik von freiberuflichen Künstlern, die sich benachteiligt fühlen. Unter ihnen der Lüner Uwe Gegenmantel.

Der 69-jährige Künstler hat einige Unterschriften für die Initiative „Corona-Hilfen-Nachbessern“ gesammelt - unter anderem von Staatsminister a.D. Wolfram Kuschke. Etwa 120 E-Mails verschickte der Lüner Künstler nach eigenen Angaben an Lüner und Menschen aus der Region. „Es ist interessant, wie viele sich für die Kultur stark machen“, sagt er.

Insgesamt konnte die Initiative bislang deutschlandweit mehr als 12.100 Unterschriften sammeln. Auch prominente Autoren, Schauspieler, Moderatoren und Sänger haben die Forderung unterzeichnet. So befürworten die Autoren Sebastian Fitzek und Nele Neuhaus, der TV-Journalist Reinhold Beckmann sowie der Musiker Joachim Witt die Initiative für Künstler.

Freiberufliche Künstler fordern fast 1200 Euro monatlich

Die Politik hat bereits eine Milliarde Euro bereitgestellt, um den kostenschweren Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf die Kunst- und Kulturszene entgegenzuwirken. Allerdings müsse Unterstützung von Kunst und Kultur in Kombination mit individuellen Hilfen für freiberufliche Künstler geschaffen werden, heißt es in der Forderung der Initiative. Förderung der Lebenshaltungskosten in Höhe von 1.180 Euro monatlich solle den Einzelnen zustehen.

Uwe Gegenmantel kämpft mit starken Umsatzeinbußen

Die Corona-Krise macht Uwe Gegenmantel zu schaffen: „Ich bin auf eine staatliche Förderung angewiesen, um meine Leidenschaft zur Kunst weiter ausüben zu können.“

Fünf Veranstaltungen und acht Malkurse seien bislang aufgrund der Corona-Krise seit Anfang März ausgefallen. Damit habe er mit starken Umsatzeinbußen zu kämpfen - von 100 Prozent. Der Lüner hofft wenigstens nach den Ferien ab dem 15. September, wieder mit neuen Kursen in Aquarell-, Acryl- und Ölmalerei an der Volkshochschule starten zu können.

Was den Zuschuss angeht, ist Gegenmantel zuversichtlich. Kultur sei für die Menschen wichtig und müsse gefördert werden. Das wisse die Politik auch und deshalb werde sie auch dementsprechend handeln.

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