Lüner Münsterstraße: Projekte müssen warten

Keine Fördergelder

Schon seit längerer Zeit plant die Stadt Lünen, das Problemquartier Münsterstraße aufzuwerten. Sie hatte auf eine Förderung in Millionenhöhe gehofft. Jetzt muss das Projekt erneut Rückschläge verkraften. In diesem Jahr gibt es keine Landesmittel aus der Städtebau-Förderung NRW.

LÜNEN

, 13.07.2017, 06:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit so einer Mooskultur-Steele soll das Viertel an der Münsterstraße aufgewertet werden.

Mit so einer Mooskultur-Steele soll das Viertel an der Münsterstraße aufgewertet werden.

Die Stadt hatte die Hoffnung, 80 Prozent der 1,5 Millionen Euro als Zuschüsse zu bekommen. Das teilte Astrid Linn (Referat Stadtentwicklung) im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt mit.  Die volle Förderfähigkeit sei zwar attestiert worden, aber es fließt (noch) kein Geld. „Die Aufnahme in das Stadterneuerungs-Programm ist ins Jahr 2018 verschoben worden.“ Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sei der Regierungswechsel in Düsseldorf. Man müsse abwarten, „wie die Programme weiterlaufen“, erklärte Astrid Linn.

Projekte müssen ins Jahr 2018 verschoben werden

Der Aufbau eines Stadtquartiersmanagements und mehrere Grünpflegeprojekte müssen jetzt erstmal ins Jahr 2018 verschoben werden. Eigentlich sollte zum Beispiel schon in diesem Jahr eine drei mal vier Meter große Mooskultur-Stele an der Münsterstraße aufgestellt werden und Symbol sein für den Aufbruch ins „Stadtgartenquartier".

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Mit modernerster Beleuchtung (LED-Technik) für die Münsterstraße und Digitalisierung wird es 2017 auch noch nichts. Immerhin aber könne eine lichttechnische Untersuchung in Auftrag gegeben werden.

Geld könnte noch für den Spielplatz Wüstenknapp fließen

Aus einem anderen Programm, dem Investitionspakt von Bund und Land, hofft Astrid Linn noch Geld für den Spielplatz Wüstenknapp zu bekommen. Förderung durch Programme der Europäischen Union scheide vorerst aus, weil dafür „klare Entscheidungen zur Victoria-Fläche“ vorliegen müssten. Die Stadt leistet bekanntlich weiter Widerstand gegen den dort geplanten Bau der Forensik.

Die Hoffnung, in der Münsterstraße eine „Halte-Stelle“ nach dem Vorbild von Brambauer einzurichten, hat sich ebenfalls vorerst zerschlagen. „Wir waren schon sehr weit mit einem Immobilien-Eigentümer, aber es ist nicht zu einer Einigung gekommen“, sagte Linn. Nun gehe die Suche weiter. Die „Halte-Stelle“ soll Treffpunkt für Kinder und Jugendliche sein und Beratungsangebote für Eltern machen. 

Bürgerinformation
Für Donnerstag, 31. August, plant die Stadt eine Bürgerinformation, um den aktuellen Stand zu erläutern. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr in der Viktoriaschule, Augustastraße 1.

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