Lüner Notarztwagen hat nun eine modernere Wache

Am St.-Marien-Krankenhaus

Vor rund sechs Monaten wurde der Grundstein gelegt, nun ist die neue Station für das Notarztfahrzeug fertig. Unmittelbar am Lüner St.-Marien-Krankenhaus gelegen, können Einsatzorte in ganz Lünen jetzt schnell erreicht werden. Das musste die Besatzung direkt am Tag der Übergabe unter Beweis stellen.

LÜNEN

, 13.07.2016, 11:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lüner Notarztwagen hat nun eine modernere Wache

Neu und hochmodern ist die Station für das Notarzteinsatzfahrzeug am St.-Marien-Hospital: Am 11. Juli 2016 wurde sie offiziell vom Bauverein an die Stadt übergeben.

Viel Zeit für die offizielle Übergabe der neuen Station des Notarzt-Einsatzfahrzeuges am St.-Marien-Hospital blieb am vergangenen Montag nicht: Der Notarztwagen samt Besatzung war schnell wieder weg. Er wurde direkt zu einem Einsatz gerufen und verließ mit Blaulicht das Gelände.

Innerhalb von acht Minuten erreicht das Notarztfahrzeug 90 Prozent der Bevölkerung, „ein ausgezeichneter Wert landesweit“, sagt Feuerwehrchef Rainer Ashoff.

Jetzt hat der Einsatzwagen eine moderne Station bekommen. Der Neubau ist die Folge des Umzugs der Rettungswache von der Von-Wieck-Straße an die Kupferstraße. Da das Krankenhaus die Notärzte stellt, mussten diese seitdem von der Kupferstraße aus abgeholt werden. „Jetzt gibt es eine höhere Effizienz im Notfall“, freut sich Ashoff über den neuen Standort direkt am Krankenhaus. 

Infektionsschleuse trennt die Räume

In der „recht sportlichen Zeit von sechs Monaten“, so Bauverein-Geschäftsführer Andreas Zaremba, hat das Wohnungsunternehmen das neue Gebäude errichtet. In ihm befindet sich eine Fahrzeughalle mit spezieller Abgas-Absauganlage für den mit Diesel betriebenen Notarztwagen.

Der Fahrer, ein Rettungsassistent, hat in dem Gebäude seinen Arbeitsplatz mit Aufenthaltsraum, Mini-Küche, Ruhebereich und Umkleideraum. Der ist mit einer Infektionsschleuse versehen, um schmutzige oder verkeimte Kleidung von dem sauberen Bereich strikt trennen zu können.

Station für 20 Jahre gemietet

Rund um die Uhr ist die Station besetzt. Der Notruf läuft über die Rettungsleitstelle des Kreises Unna auf, zeitgleich beim Fahrer und dem diensthabenden Notarzt im Krankenhaus. Für Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns bedeutet die neue Station Sicherheit für die Bürger und schnellstmögliche Versorgung im Notfall. 

280.000 Euro hat der Bauverein in das Gebäude investiert, das auf einem Grundstück des Krankenhauses steht. Die Stadt mietet die Station für monatlich 1800 Euro an. Die Maßnahme ist mit den Krankenkassen abgestimmt, da die Aufwendungen abgerechnet werden können. Gemietet ist das Objekt zunächst für 20 Jahre, mit der Option auf Verlängerung. 

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