Die Notdienstpraxis der niedergelassenen Ärzte im Aktivum an der Altstadtstraße 23 neben dem St.-Marien-Hospital wird ab 1. November verstärkt. © Quiring-Lategahn
Coronavirus

Lüner Notdienstpraxis rüstet auf: Ab 1. November mehr Personal

Die Notdienstpraxis wird ab Sonntag, 1. November, personell verstärkt. Auch räumlich gibt es Veränderungen: Patienten mit Infekten können am Eingang von anderen Patienten getrennt werden.

Angesichts steigender Patientenzahlen in der kälteren Jahreszeit rüstet die Praxis des hausärztlichen Bereitschaftsdienstes an der Altstadtstraße 23 auf. Ab Sonntag, 1. November, arbeitet dort neben einem Arzt und einer Medizinischen Fachangestellten eine weitere Fachkraft. Die Notdienstpraxis im Aktivum neben dem Katholischen Klinikum Lünen/Werne ist zu Zeiten für Patienten da, wenn die Hausärzte ihre Praxen geschlossen haben.

„Wir haben Vorbereitungen getroffen, die Patienten gleich am Eingang zu selektieren“, berichtet Dr. Michael Funke, Notdienstbeauftragter in Lünen. Patienten, die mit Infekten die Praxis aufsuchen, sollen von jenen getrennt werden, die aufgrund von Rückenschmerzen oder anderer Beschwerden ärztliche Hilfe suchen. Weil mitunter nicht klar ist, ob Patienten mit Erkältungssymptomen nicht vielleicht doch an Corona erkrankt sind, kann in der Notdienstpraxis jetzt auch ein Abstrich gemacht werden. „Darüber entscheidet der Arzt vor Ort“, erläutert Funke. Getestet würden nur Patienten mit Symptomen. „Wir sind keine Corona-Abstrich-Praxis“, betont er. Patienten ohne Symptome würden an die Hausärzte oder das Gesundheitsamt verwiesen.


Getrennte Bereiche nach der Annahme

Gleich am Eingang steht jetzt ein zweiter Schreibtisch, um bei der Annahme schon die Patienten in getrennte Bereiche zu lenken. Mit der Verstärkung der Notdienstpraxis will die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) die Verteilung der Patienten auf die Hausarztpraxen entzerren. Denn in den kommenden Monaten wird aufgrund der Erkältungszeit mit mehr Patienten gerechnet. Die Notdienstpraxis Lünen sei ausgesucht worden, weil es hier die Voraussetzungen dafür gebe. Das Personal sei mit Kitteln, Mundschutz und Brillen ausgestattet. Die Corona-Tests würden gemeinsam mit denen aus dem Krankenhaus abgeholt und zu einem Labor gebracht.

Online Ergebnis abfragen

Dafür sei eine Online-Anbindung eingerichtet worden. Jeder getestete Patient bekomme ein Merkblatt, auf dem ein QR-Code steht. Über diesen Code könne er sich online auf die Laborseite einwählen und dort das Testergebnis abfragen. „Wenn der Test positiv war, wird der Patient angeschrieben“, erklärt Funke. Doch online könne er schon schneller das Ergebnis erfahren.

Die hausärztliche Bereitschaftspraxis an der Altstadtstraße 23 hat folgende Öffnungszeiten: Mo., Di., Do. 18–22 Uhr, Mi., Fr. 14–22 Uhr und Sa., So., Feiertage 9–22 Uhr. Sie ist unter Tel. (02306) 19292 zu erreichen.

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Magdalene Quiring-Lategahn