Die Ordnungspartnerschaft zwischen Polizei und Ordnungsamt ist in der Stadt unterwegs und sorgt für Sicherheit. © Maiwald (A)
Sicherheit

Lüner Ordnungskräfte sind künftig mit Bodycams unterwegs

Nach der Polizei können auch städtische Ordnungshüter in NRW mit sogenannten Bodycams ausgestattet werden. Der Landtag hat den Weg dafür freigemacht. Lünen will diese Option nutzen.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat die rechtliche Grundlage für den Einsatz von Bodycams (Schulterkameras) für kommunale Ordnungskräfte geschaffen. Damit steht deren Einsatz auch in Lünen nichts mehr im Wege.

„Die Verwaltungsspitze begrüßt die Entscheidung, Bodycams nun nicht mehr nur für die Polizei, sondern auch für den Ordnungsdienst zu erlauben.“ Das sagte Frank Knoll, kommissarischer Pressesprecher der Stadt Lünen, am Dienstag (19. Oktober) auf Anfrage unserer Redaktion.

„Die Kameras wirken nachweislich abschreckend auf mögliche Gewalttäter und stärken damit die Sicherheit der Menschen, die täglich auf den Straßen Lünens für mehr Schutz und Ordnung unterwegs sind.“

Zudem wirkten die Kameras auch deeskalierend und dienten der Beweissicherung, so Knoll.

Während in der Dortmunder Politik noch heftig über den potenziellen Einsatz von Schulterkameras für städtische Ordnungskräfte diskutiert wird, sind die Würfel in Lünen längst gefallen.

Vier Bodycams für Ordnungskräfte in Lünen

Wie Frank Knoll weiter sagte, sei die Verwaltung bereits vor Monaten vom Ausschuss für Sicherheit und Ordnung – basierend auf einem SPD-Antrag – aufgefordert worden, die Kosten für die Kameras zu ermitteln:

„Das ist mittlerweile geschehen, vier Kameras sollen angeschafft werden. Die Ausschreibung für die Anschaffung läuft. Die Kosten betragen vermutlich um die 10.000 Euro und sind abhängig von der Art und Weise der Kameras, also von der Hard- und Software.“

Die nordrhein-westfälische Polizei hat diese Schulterkameras seit Ende 2019 im Einsatz. Grundsätzlich sind die Kameras ausgeschaltet, sie sollen den Beamten im Fall der Fälle aber mehr Sicherheit geben.

Der Einsatz der Bodycam soll dem Gefilmten immer laut und deutlich angekündigt werden. Die Bodycam sei ein willkommenes Mittel zu Deeskalation hatte der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange bei ihrer Einführung erklärt.

Mit der Kamera sollen etwa der Widerstand und tätliche Angriffe gegen Polizisten dokumentiert werden, im günstigeren Fall aber verhindern, dass es überhaupt dazu kommt.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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Torsten Storks