Lüner Radfahrer überrascht mit Zeitmaschine

Polizei stellt Fahrzeug sicher

Mit einer futuristisch anmutenden Konstruktion hat ein Radfahrer auf der Kurt-Schumacher-Straße in Lünen für Aufsehen gesorgt. Die Polizei fühlte sich bei der Kontrolle im wörtlichen Sinne wie im falschen Film.

Lünen

, 02.02.2018, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Diese eigenwillige Konstruktion entdeckte die Polizei am Dienstag an der Ecke Kurt-Schumacher-Straße/Kamener Straße in Lünen. Sie erinnerte die Beamten an die Zeitmaschine aus „Zurück in die Zukunft“.

Diese eigenwillige Konstruktion entdeckte die Polizei am Dienstag an der Ecke Kurt-Schumacher-Straße/Kamener Straße in Lünen. Sie erinnerte die Beamten an die Zeitmaschine aus „Zurück in die Zukunft“.

Ob er in der Zeit reisen wollte – und wenn ja, in welches Jahr genau – ist nicht bekannt. Mit einer kuriosen Konstruktion hat ein 60-jähriger Lüner auf der Kurt-Schumacher-Straße/Kamener Straße am Dienstag dennoch bei einem Motorradpolizisten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Einer Konstruktion, die der des Wissenschaftlers Dr. „Doc“ Emmett L. Brown aus der Filmreihe „Zurück in die Zukunft“ zunächst in nichts nachzustehen schien.

Laut Angaben der Polizei fiel dem Beamten bei der Beobachtung des Straßenverkehrs ein rosa-farbenes Fahrrad auf. Über dem Hinterrad hatte der Fahrer eine futuristisch anmutende Gerätschaft montiert, die – so die Polizei – der „Fluxkompensator“-Konstruktion aus besagter Science-Fiction-Filmreihe überaus ähnlich sah. Dort fungierte das gute Stück als wichtiges Bauteil für Zeitreisen – installiert in einem DeLorean DMC-12, einem Anfang der 1980er Jahre produzierten Sportwagen.

So sieht die  Zeitmaschine aus der Science-Fiction-Filmreihe „Zurück in die Zukunft“ aus. Das Lüner Pendant fällt dagegen etwas kleiner aus.

So sieht die Zeitmaschine aus der Science-Fiction-Filmreihe „Zurück in die Zukunft“ aus. Das Lüner Pendant fällt dagegen etwas kleiner aus. © dpa

Dass er die für einen Zeitsprung benötigte Geschwindigkeit von 140 km/h mit seinem rosa-farbenen Zweirad nicht erreichen könnte, dürfte auch dem Lüner bekannt gewesen sein. Wie sich später herausstellte, wollte er dies allerdings auch überhaupt nicht.

Versicherung lehnte ab

„Bei näherem Hinsehen entpuppte sich die Konstruktion nicht als eine wissenschaftliche, einem Science-Fiction-Roman entsprungene Sensation, sondern als schnöder Zweitakt-Motor“, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Der Fahrer des „Feuerstuhls“ hatte den Motor auf dem Gepäckträger montiert. Vom Motor aus habe eine Kette zum modifizierten Hinterradritzel und ein entsprechender Gaszug zur Geschwindigkeitsregelung zum Lenker geführt, beschreibt die Polizei die Installation: „Die Beleuchtung setzte sich aus einer Taschenlampe vorne und mehreren roten Akkuleuchten am Heck des Feuerstuhls zusammen.“

Schon die Farbe des Fahrrads fiel dem Motorradpolizisten in Lünen auf – die Installation auf dem Gepäckträger verblüffte aber deutlich mehr.

Schon die Farbe des Fahrrads fiel dem Motorradpolizisten in Lünen auf – die Installation auf dem Gepäckträger verblüffte aber deutlich mehr. © Polizei

Der 60-jährige Konstrukteur gab laut Polizei an, es handele sich um einen Bausatz, welchen er selbst auf sein Fahrrad montiert habe. Er habe auch versucht, das Gefährt zu versichern, allerdings habe seine Versicherung dies auf Nachfrage abgelehnt.

Das Gefährt stellte die Polizei zwecks Erstellung eines technischen Gutachtens sicher. Der 60-Jährige bekam eine „Verkehrsvergehensanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz“.

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