Das wohl schnellste Fahrrad schafft 60 Stundenkilometer

Drahteselmarkt

Bei Sonnenschein und blauem Himmel lockte der „Drahteselmarkt“ am Samstag hunderte Menschen auf den Willy-Brandt-Platz. Mobilität und Gesundheit sowie Sicherheit standen im Fokus.

Lünen

, 19.05.2019, 13:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das wohl schnellste Fahrrad schafft 60 Stundenkilometer

Das wohl schnellste Fahrrad beim Drahteselmarkt - ein Vollkarbon-Straßenrennrad - zeigten (v.l.) Thomas Koch, Stephan Braun und Uwe Fohrmeister vom Radsportverein Lippe 23 Lünen. © Foto Beuckelmann

„Jeder Helm ist sicher, der sich auf dem Kopf befindet“, so Uwe Fohrmeister und Stephan Braun vom Radsportverein Lippe 23 Lünen, der über sein Angebot für Rennradfahrer, Radwanderer bis hin zum Mountainbiker informierte. Es sei traurig, dass es keine Helmpflicht gebe, so die begeisterten Radfahrer und demonstrierten den Umgang mit Fahrradhelmen: „Er sollte bis zur Stirn gehen und nicht zu weit im Nacken liegen.“ Das wohl schnellste Fahrrad gab es hier auch zu sehen, ein hochwertig ausgestattetes Straßen-Rennrad aus Vollkarbon, knapp über 6 Kilo schwer mit 22 Gängen und bis zu 60 Kilometer Höchstgeschwindigkeit.

Skurrile Zweiräder gesammelt

Für staunende Blicke sorgte der Hochradartist Ulrich Lübke aus Unna, der aus seiner Sammlung skurrile Zweiräder vorführte, darunter ein englisches Hochrad aus dem 19. Jahrhundert, eine Rikscha aus Bambus, ein Cavallo-Reitrad oder ein Bonanza-Rad aus den 70-er Jahren. Auch die Urform des heutigen Fahrrades zog ihre Runden, eine Laufmaschine ohne Pedale, auch Draisine genannt, die von dem badischen Erfinder Karl von Drais 1817 vorgestellt wurde.

Stadtverwaltung will Vorbild sein

Die Verkehrsplanung der Stadt Lünen stellte unter anderem die Aktion „Stadtradeln“ für ein gutes Klima vor, die am Samstag, 25. Mai, um 11 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz mit einer Auftakt-Tour zum Naturfreibad Bergkamen beginnt. Zudem informierte Robert Petrás von der Abteilung Mobilitätsplanung und Verkehrsführung darüber, dass die Stadtverwaltung Vorbild sein möchte, was gute Mobilität angehe. So sei geplant, für Mitarbeiter künftig Dienstfahrräder anzubieten. Auch die Optimierung des Radwegenetzes etwa mit einer West-Ost-Trasse stehe auf der Agenda.

Unfallzahlen bei Pedelecs gestiegen

Tipps zum sicheren Fahrrad- und Pedelec-Fahren lagen den Polizeihauptkommissaren Rainer Strehl und Andreas Schlüter am Herzen. Da die Unfallzahlen 2018 im Bereich des Polizeipräsidiums Dortmund, wozu auch Lünen zählt, bei Pedelecs um 30 Prozent gestiegen seien, liegt das Augenmerk der Polizisten unter anderem auf Fahrrad-Training mit diesen Modellen.

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Impressionen vom Drahteselmarkt

Bei strahlendem Sonnenschein war der Drahteselmarkt am Samstag auf dem Willy-Brandt-Platz ein Publikumsmagnet. Hier einige Impressionen.
20.05.2019
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Das wohl schnellste Fahrrad beim Drahteselmarkt - ein Vollkarbon-Straßenrennrad - zeigten (v.l.) Thomas Koch, Stephan Braun und Uwe Fohrmeister vom Radsportverein Lippe 23 Lünen.© Beuckelmann
Oldtimer-Laufrad trifft modernes Rennrad: Stefanie Maßmann (l.) aus Unna kam mit ihrem Rennrad zum Drahteselmarkt und staunte nicht schlecht über eine alte Laufmaschine, die Dagmar Marion Laubenstein (l.) präsentierte.© Beuckelmann
„Jeder Helm ist sicher, der sich auf dem Kopf befindet“, so Uwe Fohrmeister (l.) und Stephan Braun (r.) vom Radsportverein Lippe 23 Lünen, der über sein Angebot für Rennradfahrer, Radwanderer bis hin zum Mountainbiker informierte.© Beuckelmann
Die Lüner Unternehmen Zweiradhaus Möllmann und Zweirad Mönninghoff boten Gebrauchträder, E-Bikes und Radzubehör an.© Beuckelmann
Mutige Gäste konnten ihre Fitness auf einem Looping-Bike unter Beweis stellen und hier ein paar Runden mit Überschlag drehen.© Beuckelmann
Für staunende Blicke sorgten Ulrich Lübke (l.) und Dagmar Marion Laubenstein (r.) aus Unna, die skurrile Zweiräder vorführten, darunter eine Rikscha aus Bambus.© Beuckelmann
Für staunende Blicke sorgte der Hochradartist Ulrich Lübke aus Unna, der aus seiner Sammlung skurrile Zweiräder vorführte, darunter ein englisches Hochrad aus dem 19. Jahrhundert.© Beuckelmann
Auch die Urform des heutigen Fahrrades zog ihre Runden, eine Laufmaschine ohne Pedale, auch Draisine genannt, die von dem badischen Erfinder Karl von Drais 1817 vorgestellt wurde.© Beuckelmann
© Beuckelmann
Am Stand des ADFC gab es neben Karten- und Infomaterial auch viele Tipps rund um das Radfahren. Mit eher gemischten Gefühlen sieht der ADFC-Vorstand das Thema Sicherheit bei den neuen Elektro-Scootern, die künftig auch Radwege nutzen sollen.© Beuckelmann

Auch 2019 soll in der Jugendverkehrsschule um das richtige Bremsen und den speziellen Umgang mit Pedelecs gehen, so die Sicherheitsberater der Polizei. Gut besucht war der Stand des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Lünen, der über Touren wie den Seseke-Radweg informierte. Mit eher gemischten Gefühlen sieht der ADFC-Vorstand das Thema Sicherheit bei den neuen Elektro-Scootern, die künftig auch Radwege nutzen sollen.

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