Lüner scheitert mit Fahrraddiebstahl und hat Glück vor Gericht

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Mit einem just gefundenen Bolzenschneider wollte sich ein Lüner als Fahrrad-Dieb betätigen – und scheiterte kläglich. Vor Gericht kam ihm das aber zu Gute.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 30.09.2020, 09:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mitte des Monats begann der Prozess gegen den 21-Jährigen aus Lünen. Gleich zu Beginn gab der offen zu, in der Nacht auf den 26. Mai unter dem Einfluss von Drogen vorgehabt zu haben, im Bereich der Münsterstraße, ein Rennrad zu stehlen – mit dem Bolzenschneider, den er kurz zuvor entdeckt hatte. Dann sei ihm die Polizei buchstäblich in die Quere gekommen. Allerdings beteuerte der Lüner, dass das Schloss noch nicht komplett geknackt gewesen sei, als der Streifenwagen plötzlich gehalten habe.

Einer der Beamten, die an dem Einsatz beteiligt waren, schilderte das anders. Er erklärte, das Schloss sei ganz durchtrennt gewesen.

Aussage gegen Aussage

Angesichts dieser Aussage-gegen-Aussage-Situation wurde die Verhandlung unterbrochen und nun mit der Befragung eines weiteren Beamten fortgesetzt. Der sagte aus, dass das Schloss fast geknackt gewesen sei. Zu seinen Gunsten ging der Amtsrichter nun davon aus, dass seine Tat noch im Versuchsstadium steckenblieb.

Glück für den Angeklagten also: Das Versuchsstadium, sein Geständnis und der Drogeneinfluss wirkten sich zu seinen Gunsten aus. Das Gericht beließ es in dem Fall noch einmal bei 700 Euro Geldstrafe.

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