Lüner schmiss verlorene Geldbörse in Briefkasten - doch das Geld fehlte

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Eine gefundene Geldbörse warf ein Lüner in einen Briefkasten in der Nachbarschaft des Besitzers. Das Geld fehlte. Die Folge: ein Verfahren wegen Diebstahls.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 23.07.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Schalterraum einer Bank stieß ein 27-jähriger Lüner im April 2019 auf eine Geldbörse mit 80 Euro und Dokumenten. Laut Anklage griff er zu und stahl das Geld, bevor er den Rest im Briefkasten eines Frisörs in Dortmund versenkte. So erhielt der Eigentümer, der in der gleichen Straße wohnte, wenigstens die Dokumente zurück.

Hausnummer angeblich nicht gefunden

„Ich hatte keine schlechten Absichten“, beteuerte der Lüner nun im Prozess vor dem Amtsgericht. Er habe das Portemonnaie an sich genommen, weil er an dem Abend ohnehin noch nach Dortmund haben fahren müssen. Und da habe er sich gedacht, dass er es dem Besitzer persönlich hätte geben können.

Dann habe er aber dessen Hausnummer nicht gefunden und habe deshalb den Briefkasten des Frisörs genommen. Und selbstverständlich habe er das Geld drin gelassen. „Ich habe mir nichts Böses gedacht“, versicherte der Mann mit drei Eintragungen im Strafregister, sah aber auch ein, sich doch etwas falsch verhalten zu haben. Er hatte Glück: Gegen Zahlung der 80 Euro an den Geschädigten wurde sein Verfahren eingestellt.

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