Lüner Schüler zum Lernen mit Maske: „Der Atem wird sehr heiß“

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An weiterführenden Schulen gehört der Mund-Nasenschutz zum Unterricht. Mathe mit Maske: Bei der Hitze keine leichte Aufgabe. Für viele ist das ungewohnt und unbequem. Ein Stimmungsbild.

von Julian Beimdiecke

Lünen

, 15.08.2020, 12:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Schulstart in Corona-Zeiten war für die Schüler besonders ungewohnt. Denn erstmals gilt an weiterführenden Schulen Maskenpflicht im Unterricht. Wir haben am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium die Stimmung unter den Schüler abgefragt.

Die Regelung wird von den Schülern größtenteils offenbar gut mitgetragen: Das erste Fazit fiel am Freitag (14.8.) nach drei Tagen mit Mund- und Nasenbedeckung milde aus. Der Tenor: Es ist ungewohnt und teilweise nervig, die Maske so lange zu tragen - aber halt ein notwendiges Übel.

„Ich finde, man musste sich schon jeden Tag wieder ein bisschen neu daran gewöhnen“, sagt Jonas (12) über die Masken. Aber auch abseits davon gebe es Veränderungen: Vor allen Dingen im Sportunterricht sei das zu spüren, wenn sich die Klasse in vier verschiedenen Umkleiden umzieht und dann nach draußen geht, um Sport zu machen.

Auch Lilly-Mae (10) und ihre Mutter Nina halten sich an die Maskenpflicht.

Auch Lilly-Mae (10) und ihre Mutter Nina halten sich an die Maskenpflicht. © Beimdiecke

Der Sportunterricht ist nicht die einzige Umstellung für Schüler. „Es ist auch ein bisschen komisch, dass es jetzt einen Extra-Bereich auf dem Schulhof gibt, auf dem man keine Maske tragen muss, um essen und trinken zu können“, berichtet Can (13). Doch sowohl er als auch Jonas begrüßen die Maskenpflicht generell und finden die Regelung sinnvoll.

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Ähnliches sagt die elfjährige Eylül. „Ich finde das gut so, denn so infizieren wir uns nicht so schnell“, so die Siebtklässlerin. Sie gewöhnte sich schnell an die Maske als Langzeit-Begleiter - auch wenn sie gemerkt hat, dass sie mit einer einzelnen nicht weit kommt. So gehört eine Tüte mit einer Extra-Maske zu ihrem alltäglichen Schulpaket.

Es wird heiß unter der Maske

Die hohen Temperaturen in der ersten Schulwoche machen das lange Tragen der Maske nicht angenehmer. „Bei der Hitze sammelt sich der Atem unter der Maske und es wird sehr heiß“, findet Paul (11). „Man würde schon manchmal gern die Maske hochnehmen und ein bisschen lüften, aber das darf man ja nicht.“ Trotzdem sagt auch Paul: „So schlimm ist es auch nicht. Es ist ja schon sinnvoll, die Maske zu tragen.“

Dass man unter der Maske schnell ins Schwitzen kommt, hat auch die zehnjährige Lilly-Mae festgestellt. Das Abnehmen der Maske ist für sie aber natürlich keine Option - und für ihre Mitschüler offenbar auch nicht: „Es halten sich alle an die Regel“, berichtet sie. Ermahnungen seien bisher nicht notwendig gewesen. Ähnliches berichten die anderen befragten Schüler - offenbar ist die Maske größtenteils also akzeptiert.

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