Lüner soll Jobcenter betrogen haben: Hilfe kassiert trotz neuen Jobs

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Ein Lüner wollte den Wiedereinstieg ins Berufsleben mit Geld vom Jobcenter überbrücken. Deshalb verschwieg er seinen neuen Job. Vor Gericht kam er deshalb in Erklärungsnöte.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 13.11.2020, 09:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die erste Zeit im neuen Job wollte ein Lüner mit Hilfe des Jobcenters überbrücken. Der 45-Jährige meldete die Arbeitsaufnahme nicht und kassierte so Unterstützung, die ihm gar nicht mehr zustand. Vor Gericht geriet er nun in Erklärungsnöte.

Was früher schon klappte, würde wieder klappen. So die Überzeugung des Lüners, als es darum ging, sich quasi ein zinsloses Darlehen auf Kosten der Allgemeinheit zu verschaffen. Zurückzahlen, das war ihm klar, musste er das Geld ohnehin. Aber bis dahin würde er es zu nutzen wissen. Demzufolge verschwieg der 45-Jährige dem Jobcenter ab Ende 2019, dass er wieder in Lohn und Brot stand.

Über 3000 Euro zu viel kassiert

Deshalb landeten ungerechtfertigter Weise 3166,89 Euro auf seinem Konto. Ein Datenabgleich brachte die Überzahlung dann ans Licht. Und diesmal reichte es eben nicht aus, die Summe in kleinen Raten abzustottern. Nunmehr gab es eine Strafanzeige.

Offen stand der Lüner nun zu seiner ehemals bewährten Methode, Engpässe zu meistern. „Ich habe nicht gedacht, dass das solche Probleme gibt. Das war nicht richtig von mir.“ Allerdings hätte ihm das Amt ja auch mitteilen können, dass es so etwas wie Einstiegsgeld gebe. Sein Vorgehen wertete das Gericht als Betrug. Der bescherte ihm 500 Euro Geldstrafe und eine „Bitte“ der Richterin: „Tun Sie mir den Gefallen und machen nicht wieder Unsinn.“

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