Lüner sollen 3,8 Millionen Euro hinterzogen haben

Mammut-Prozess gestartet

Mit Scheinrechnungen, Schwarzlohnzahlungen und frisierten Firmenbüchern sollen zwei Gerüstbau-Unternehmer aus Lünen einen Millionenschaden angerichtet haben. Seit Dienstag stehen die 43 und 54 Jahre alten Männer in Dortmund vor Gericht. Die Kammer hat sich auf ein Mammut-Verfahren eingestellt.

LÜNEN/DORTMUND

25.04.2017, 14:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schon jetzt sind Verhandlungstage bis weit in den Sommer hinein festgelegt worden. Zur Absicherung des Prozesses sitzt außerdem von Anfang an ein dritter, sogenannter Ergänzungsschöffe mit auf der Richterbank. Es könnte ja sein, dass einer der beiden etatmäßigen Laienrichter im Verlauf des Prozesses krank wird. Dann könnte der dritte Mann einspringen, ohne dass das Verfahren noch einmal ganz von vorne beginnen müsste.

Falsche Rechnungen eingepflegt

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gehen zurück auf die Jahre 2008 bis 2010. Damals sollen die beiden Unternehmer mit ihrer Firma für Gerüstbau und Abrissarbeiten Millionenumsätze erzielt haben. Weil jedoch viele ihrer Arbeiter auf Schwarzlöhnen bestanden, sollen die Angeklagten falsche Rechnungen von befreundeten Firmen in ihre Buchhaltung eingepflegt haben.

Insgesamt sollen die beiden Lüner rund 1,4 Millionen Euro Umsatz-, Körperschafts-, Lohn-, Gewerbe- und Einkommenssteuer hinterzogen haben. Hinzu kommen offenbar weitere rund 2,5 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen, die nicht ausgezahlt worden sein sollen. Zu den Vorwürfen haben sie sich selbst noch nicht geäußert. 

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