Lünopoli 2021 abgesagt: Stadt plant Alternativen für Kinderferienstadt

Ferienprogramm

Zuletzt hatte es noch Hoffnung für ein Lünopoli 2021 gegeben. Jetzt ist klar: Die Ferienstadt in Lünen wird wegen Corona abgesagt. Der Bereich Jugend und Soziales arbeitet an Alternativen.

Lünen

15.03.2021, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zuletzt gab es noch Hoffnung, dass die Ferienstadt Lünopoli in diesem Jahr vielleicht doch stattfinden könnte, so wie auf diesem Archivbild von 2019. Coronabedingt ist das aber nicht möglich.

Zuletzt gab es noch Hoffnung, dass die Ferienstadt Lünopoli in diesem Jahr vielleicht doch stattfinden könnte, so wie auf diesem Archivbild von 2019. Coronabedingt ist das aber nicht möglich. © Schmitte (A)

Die bei Kindern beliebte Ferienstadt Lünopoli wird um ein Jahr verschoben. Das teilt die Stadtverwaltung Lünen mit. Lünopoli findet in der Regel alle zwei Jahre statt und hätte nach der letzten Ausgabe im Jahr 2019 folglich in diesem Sommer wieder seine Türen für rund 500 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren geöffnet.

Die Stadt begründet die Verschiebung mit der anhaltenden Corona-Pandemie. Eine sichere Planung und Organisation sei derzeit nicht möglich, heißt es seitens der Verwaltung. „Die Entscheidung, Lünopoli um ein Jahr zu verschieben, ist uns sehr schwer gefallen“, sagt Ludger Trepper, Fachbereichsleiter Jugend und Soziales. „Fakt ist aber, dass wir den Kindern Lünopoli nicht annähernd in der gewohnten und notwendigen Qualität anbieten können, die die Kinder kennen.“

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Ende Januar hatte die Stadt noch für ein Programm unter normalen Bedingungen geplant, dort aber bereits angekündigt, dass auch an Alternativen gedacht werde. Lünopoli könne nur ohne Kontaktbeschränkungen stattfinden, weil die Kinderstadt von ständig wechselnden Gruppen und direkter Kommunikation lebe, hatte Stadtsprecher Benedikt Spangardt erklärt.

Pläne für alternatives Ferienangebot

Deshalb konzentriere sich die Verwaltung jetzt vor allem auf Alternativen: „Die Pandemie belastet die Jüngsten von uns enorm – vor allem auch die, die schon vorher benachteiligt waren.“ Die Jugend-, Schul- und Kulturverwaltung arbeite deshalb unter Hochdruck daran, Kindern zwischen 6 und 12 Jahren ein Unterstützungsangebot zu machen, um viele pandemiebedingte Defizite wieder aufzuholen, erklärt Trepper weiter. „Die Alternativen sollen im Offenen Ganztag angeboten werden und sich nicht ausschließlich auf die Kinder beschränken, die bereits einen Platz dort haben.“

Die Angebote sollen den Kindern vor allem dabei helfen, Sprach- und Sozialkompetenzen sowie Konzentrationsfähigkeit oder Kreativität wieder aufzufrischen. „Gerade diese grundlegenden Kompetenzen, die Kinder im normalen Schulalltag lernen, gehen in der aktuellen Situation leider verloren. Da wollen wir ansetzen“, erklärt Trepper. Die Verwaltung habe daran gearbeitet, ein solches Angebot bereits in den Osterferien anzubieten, die Pandemie-Lage lasse das aber aktuell nicht zu.

Über Angebote im Offenen Ganztag hinaus plant die Stadt für den Sommer zentrale Angebote in Kultur- und Bildungseinrichtungen wie etwa im Theater, im Museum, in der Bücherei, in der Musikschule und im Lükaz. Auch hier werde derzeit unter Hochdruck an Angeboten gearbeitet, die - sofern es die Infektionslage zulässt - ebenfalls in den Sommerferien stattfinden könnten.

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