Coronavirus

Luftfilter an Schulen: SPD, CDU und Stadtschulpflegschaft nennen Lösung

Lüner Schulen sollen flächendeckend mit CO2-Ampeln ausgestattet werden. Dafür machen sich SPD, CDU und Stadtschulpflegschaft stark. Das Thema Luftfilter ist damit aber nicht vom Tisch.
Die Fraktionen von SPD und CDU und die Stadtschulpflegschaft in Lünen haben zum Thema Lüftung an Schulen eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben. © picture alliance/dpa

Gemeinsames Handeln im Umgang mit Corona haben Stadtschulpflegschaft und Politik vereinbart. Im Vorfeld der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Sport, die am Donnerstag (28.10.) um 17 Uhr in der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule stattfindet, veröffentlichten die Fraktionen von SPD und CDU gemeinsam mit der Stadtschulpflegschaft eine Stellungnahme. Danach unterstützen sie die flächendeckende Einführung von CO2-Ampeln an den Schulen. „Die Ampeln werden die Klassen dabei unterstützen nach Bedarf zu lüften. So lange keine finanziellen Mittel von Bund und Land zur Verfügung stehen, die von der Verwaltung abgerufen werden können, handelt es sich bei diesem Weg um eine verantwortungsvolle Lösung“, heißt es.

Die Idee, Raumluftfilter für die Schulen als Stadt zu kaufen und die anfallenden Kosten auf den sogenannten Corona-Deckel zu schreiben, damit sie in den nächsten 50 Jahren von den Kindern selbst abbezahlt werden – könne nicht als verantwortungsvoll betrachtet werden. Die Verwaltung habe ausgiebig geprüft und festgestellt, dass die Richtlinien aktuell keine Förderung von Bund und Land ermöglichen.

Haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt: Robert Goelzner (M.), Sprecher der Stadtschulpflegschaft Lünen, Tobias Ortmann (CDU, l.) und Ferhat Aydin (SPD, r.).
Haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt: Robert Goelzner (M.), Sprecher der Stadtschulpflegschaft Lünen, Tobias Ortmann (CDU, l.) und Ferhat Aydin (SPD, r.). © Stadtschulpflegschaft © Stadtschulpflegschaft

Wie es in der Stellungnahme heißt, hätten gemeinsame Gespräche der Stadtschulpflegschaft mit der Politik dazu beigetragen, eine verantwortungsvolle Lösung zu finden. Sie werde „weder unsere Kinder in eine Gefahrensituation“ bringen, noch den bereits stehenden Haushalt der Stadt Lünen in ein Ungleichgewicht.

Anschaffung weiterer Raumluftfilter soll geprüft werden

„Wir sind mit dieser Lösung weitestgehend zufrieden“, heißt es weiter. Man wolle aber weiterhin, dass die Verwaltung prüft, welche Möglichkeiten bestehen einen bestimmten Bestand an mobilen Raumluftfiltergeräten den Schulen zur Verfügung zu stellen. „Unsere Kinder brauchen beim Lernen optimale Rahmenbedingungen. Dazu gehört auch, dass sie beispielsweise bei Abschlussprüfungen nicht im Durchzug sitzen müssen. Wünschenswert wäre vor allem eine Verringerung des Lüftungsintervalls für die Räume zu erreichen, die besonderem Lärm (Baustellen, Straßenlärm u.ä.) ausgesetzt sind.“