Der Horstmarer See ist aufgrund der Corona-Pandemie gesperrt. Unser Autor wünscht sich eine Öffnung – und einen Wachdienst.
Der Horstmarer See ist aufgrund der Corona-Pandemie gesperrt. Unser Autor wünscht sich eine Öffnung - und einen Wachdienst. © Jura Weitzel
Meinung

Macht den Horstmarer See wieder zum bewachten Strand!

Der Schock nach dem tödlichen Badeunfall im Kanal sitzt tief. Unser Autor fordert deshalb, den Horstmarer See schnell wieder freizugeben - und einen neuen Wachdienst zu installieren.

Die Sperrung des Horstmarer Sees war nachvollziehbar und unter dem Einfluss der Corona-Pandemie auch vernünftig. Allerdings sinken die Inzidenzwerte, und die Menschen freuen sich darüber, den Sommer (verantwortungsvoll) genießen zu können. Dazu gehört auch der Horstmarer See. Lünen kann sich glücklich schätzen, über einen der schönsten Badeseen der Region zu verfügen. Das gilt übrigens nicht nur für das Stadtmarketing, sondern auch für alle Lünerinnen und Lüner, die es nicht weit bis zum Strand haben. Folglich sollten sie, genau wie alle auswärtigen Gäste auch, den See mit Respekt behandeln. Dazu gehört, sich zu benehmen und sich an die Regeln zu halten (darin sollten die meisten ja mittlerweile Übung haben). Umso trauriger ist es, dass die DLRG den See nicht bewachen will, weil die Sicherheit der Wachgänger nicht gewährleistet ist und man Vandalismus fürchtet. Im Umkehrschluss den Badesee unbewacht zu lassen, ist ein schlechtes Signal. So manch einer mag sich jetzt, wo der See ohnehin gesperrt ist, denken: „Dann kann ich auch woanders baden.“ Wohin das führt, mussten wir vor drei Tagen erleben. Also, liebe Stadt, liebe DLRG: Setzt euch zusammen und entwickelt ein Konzept, dass der Badestrand nicht nur freigegeben, sondern auch bewacht werden kann. Auch wenn das vielleicht bedeutet, dass die Badegäste Eintritt zahlen müssen.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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