Mahnwache gegen Filialschließung

Schlecker

"Das wird sicher kein fröhliches Weihnachtsfest". So wie Betriebsratsvorsitzende Heike Otto empfinden viele Schlecker-Mitarbeiterinnen. Am Dienstag trafen sich 15 von ihnen zur Mahnwache vor der Filiale Münsterstraße 24, die am 4. Januar geschlossen werden soll.

LÜNEN

von Von Dieter Hirsch

, 20.12.2011, 12:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mitarbeiterinnen aus verschiedenen Schlecker-Filialen und Betriebsratsvorsitzende Heike Otto (l.) hielten vor der Filiale Münsterstraße eine Mahnwache. Diese Filiale wird am 4. Januar geschlossen.

Mitarbeiterinnen aus verschiedenen Schlecker-Filialen und Betriebsratsvorsitzende Heike Otto (l.) hielten vor der Filiale Münsterstraße eine Mahnwache. Diese Filiale wird am 4. Januar geschlossen.

Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes sitzt allen Mitarbeiterinnen in den Knochen. Bisher seien die Filiale-Schließungen ohne betriebsbedingte Kündigungen abgelaufen, wurde Lars Schlecker am Montag in der Financial Times Deutschland zitiert. Dies könne aber nicht für das kommende Jahr garantiert werden. In Lünen wurden bisher die Filialen an der Gahmener Straße und an der Moltkestraße geschlossen; Münsterstraße und Rudolph-Nagell Straße folgen. Die Mitarbeiterinnen befürchten, dass dies nicht die letzten in Lünen gewesen sein werden.

Wohin dann? Wenn alle Mitarbeiterinnen auf die Filialen verteilt werden, sind diese drei- und vierfach besetzt. Da spare das Unternehmen doch gar nichts, so ihre Überlegung. Kündigungen seien da doch eigentlich logisch. Was das Ergebnis der aktuellen Gespräche zwischen der Gewerkschaft ver.di und der Unternehmensleitung angeht, sind die Mitarbeiterinnen eher skeptisch. Eine mögliche Variante: Verzicht zum Beispiel auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld für Arbeitsplatzgarantie. "Wir haben doch bei anderen großen Unternehmen gesehen, dass die Mitarbeiter auf Geld verzichtet haben und ein halbes Jahr später war der Laden dicht."

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