Mann will in Lünen Drogen entkommen, erleidet einen Rückfall und steht vor Gericht

rnCannabis und Beleidigung

Nach Lünen zog der junge Mann eigentlich extra, um der Drogen-Szene aus dem Weg zu gehen. Das hat so schlecht geklappt, dass er sich jetzt vor Gericht verantworten musste.

von Sylvia Mönnig

Lünen-Süd

, 16.01.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Direkt nach dem Erwerb von Drogen geriet ein Lüner in eine Polizeikontrolle. Auch legte er sich mit einem Nachbarn an und beleidigte den massiv. Diese beiden Taten brachten den 31-Jährigen nun im Amtsgericht auf die Anklagebank.

Um den Drogen, der alten Szene und regelmäßigem Ärger mit der Justiz zu entkommen, zog der junge Mann extra nach Lünen. Sein Plan ging nicht auf. Schnell erlitt er einen Rückfall und konsumierte wieder Cannabis.

Nachbarn einen „Hurensohn“ genannt

Am 12. September 2019 kaufte er deshalb 0,7 Gramm Marihuana und lief der Polizei damit regelrecht in die Arme. Keinen Monat später, am 8. Oktober 2019, gerieten er und sein Nachbar in Streit. Dabei titulierte er den Anderen unter anderem als „Hurensohn“.

Im Prozess legte der Lüner die Karten sofort auf den Tisch, berichtete offen darüber, trotz Wechsel des Umfeldes wieder abgerutscht zu sein, einen Sucht-Rückfall erlitten zu haben. Auch leide er unter Depressionen.

Private Dinge weitergetratscht

Mit dem Nachbarn sei er wegen lauter Musik in Streit geraten und weil der private Dinge „weitergetratscht“ habe. Seine Worte hätten ihm sofort leidgetan. Nun habe er sich Hilfe gesucht.

Angesichts seiner Offenheit, der damaligen Situation und der Bereitschaft, Hilfe anzunehmen, beließ es das Gericht in dem Fall bei 300 Euro Geldstrafe. Eine Sanktion, die der 31-Jährige umgehend akzeptierte.

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