Maskenpflicht im Freien: So setzt die Stadt Lünen die Regeln um

rnInnenstadt, Brambauer, Lünen-Süd

Seit Dienstag müssen die Menschen in belebten Bereichen in Lünen eine Schutzmaske tragen. Gilt das auch für Radfahrer? Darf ich die Maske zum Essen kurz abnehmen? Die wichtigsten Antworten.

Lünen

, 21.10.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bald sollen auch Schilder in den betroffenen Bereichen darauf hinweisen, dass dort eine Maske getragen werden muss. Diese Schilder seien momentan in der Produktion, wie Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage mitteilte. Wie berichtet, müssen alle Menschen in besonders belebten Bereichen der Stadt seit Dienstag (20.) auch im Freien einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Damit soll das Infektionsgeschehen nach zuletzt sprunghaften Anstiegen eingedämmt werden.

Im Stadtzentrum ist davon vor allem die Innenstadt samt Münsterstraße betroffen, in Brambauer ein Bereich rund um Königsheide, Wittekind- und Waltroper Straße. Auch rund um die Jägerstraße in Lünen-Süd gilt in bestimmten Bereichen die Maskenpflicht.

Durch die Schilder sollen die Bürgerinnen und Bürger dort darauf hingewiesen werden, dass eine Pflicht zum Tragen der Maske beträgt - andernfalls droht ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro.

Noch keine Bußgelder verhängt

Bußgelder wurden seit Dienstag noch nicht verhängt, berichtet Spangardt am Mittwoch-Vormittag: „Wie schon seit Beginn der Pandemie setzen wir bei neuen Regelungen vor allem auf Ansprache und Aufklärung. Unsere Kollegen im Außendienst haben gestern viele Menschen angesprochen und auf die Maskenpflicht hingewiesen.“ Dabei habe es Menschen gegeben, die Verständnis gezeigt hätten, andere weniger. „Die Stadt Lünen bittet alle Bürgerinnen und Bürger darum, solidarisch zu sein“, so Spangardt.

In den betroffenen Bereichen müssten auch Radfahrer, dort wo Radfahren erlaubt ist, eine Maske tragen. Zum Rauchen einer Zigarette oder für den Biss ins Brötchen dürfe die Maske aber auch einmal abgenommen werden, sagt Spangardt.

Zahl der Ordnungskräfte wird aufgestockt

Die Maskenpflicht an bestimmten Orten im Freien hat der Kreis Unna in Absprache mit der Stadt Lünen ab Dienstag eingeführt. Zur Kontrolle will die Stadt auch die Zahl der Ordnungskräfte aufstocken. Momentan sind 10 städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei, den öffentlichen Raum zu kontrollieren, sagt Spangardt.

Als Kern-Team sei die Ordnungspartnerschaft im Einsatz, das sind drei Teams aus jeweils einer Ordnungskraft und einem Polizisten oder einer Polizistin. Die seien auch am Wochenende im Einsatz, etwa zur Kontrolle, ob die Sperrstunde eingehalten wird. Nach 23 Uhr darf ja mittlerweile kein Alkohol mehr ausgeschenkt oder verkauft werden. „Wir sind innerhalb der Verwaltung aber weiter in ständigem Austausch, um den Personalbedarf in einzelnen Bereichen an die Entwicklung anzupassen.“

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