Mehr Notarzt-Einsätze: Lünen und Selm bekommen zweites Einsatzfahrzeug

Rettungsdienst

Die Notarzt-Versorgung in Lünen und Selm wird ausgedehnt. Ab Mittwoch (1.7.) ist ein zweites Notarzteinsatzfahrzeug unterwegs. Denn die Zahl der Notarzt-Einsätze steigt.

Lünen

01.07.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Notarzt-Versorgung für Lünen und Selm wird erweitert. Darüber freuen sich (v.l.n.r) Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Lünen Stephan Dörnbrack, der Ärztliche Direktor des St.-Marien-Hospitals Prof. Dr. Wolfram Wilhelm und der Teamleiter Rettungsdienst der Feuerwehr Lünen Tim Kewitz.

Die Notarzt-Versorgung für Lünen und Selm wird erweitert. Darüber freuen sich (v.l.n.r) Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Lünen Stephan Dörnbrack, der Ärztliche Direktor des St.-Marien-Hospitals Prof. Dr. Wolfram Wilhelm und der Teamleiter Rettungsdienst der Feuerwehr Lünen Tim Kewitz. © Stadt Lünen

Tagsüber wird ab Mittwoch (1. 7.) in Lünen und Selm ein zweites Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) im Einsatz sein. Das teilt die Stadt Lünen mit. Damit wird ein politischer Beschluss des Kreistages umgesetzt. Mitte März hatten Kreisausschuss und Kreistag den neuen Rettungsdienstbedarfsplan beschlossen. Dieser sieht für den Rettungswachenbereich Lünen/Selm ein zusätzliches NEF vor. Der Grund ist vor allem, dass die Zahl der Einsätze steigt. Im vergangenen Jahr wurde das Notdienstfahrzeug 3.082-mal angefordert

Besetzt wird das zusätzliche NEF von Ärztinnen und Ärzten aus dem Klinikum Lünen. Sie sind alle erfahrene Notfallmediziner aus der Klinik für Anästhesiologie oder den Medizinischen Kliniken. Die Fahrerinnen oder Fahrer – die immer ausgebildete Notfallsanitäter sind – kommen von der Feuerwehr Lünen.

Zweites Fahrzeug an Kupferstraße stationiert

Das Fahrzeug mit der Funkkennung „Florian Lünen NEF 2“ rückt von der Feuer- und Rettungswache an der Kupferstraße zu den Notfalleinsätzen aus. Dadurch ergibt sich eine zeitlich bessere Abdeckung des Stadtgebiets. Das bedeutet auch, dass sich die Notärztinnen und Notärzte des zweiten Notarzteinsatzfahrzeugs zukünftig an der Rettungswache aufhalten werden. Dort wurde eigens ein Zimmer für die Medizinerinnen und Mediziner eingerichtet. Die Besatzung des „NEF 1“ wird weiterhin direkt am St.-Marien-Hospital stationiert sein.

Der Ärztliche Direktor des St.-Marien-Hospitals, Prof. Dr. Wolfram Wilhelm, und Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns nahmen das Einsatzfahrzeug und die neu geschaffene Infrastruktur in der Feuer- und Rettungswache an der Kupferstraße in Augenschein. Beide zeigten sich sehr erfreut über die Ausweitung der Notfall-Kapazitäten für Lünen und Selm. Prof. Wilhelm betonte die „immer schon hervorragende Zusammenarbeit von Klinikum Lünen, Stadt Lünen und der Feuerwehr Lünen“.

Zusätzliche Arztstelle am Krankenhaus

Damit das Notarzt-Fahrzeug zuverlässig besetzt werden kann, wird am Krankenhaus eine zusätzliche Arztstelle finanziert. Das zusätzliche NEF wird zunächst von 8 bis 16.30 Uhr besetzt, ab dem 1. Januar 2021 dann von 7 bis 19 Uhr. Als Fahrzeug wird ein 190 PS starker Mercedes Benz Vito genutzt, den die Feuerwehr bereits als Reserve-NEF im Fuhrpark hat.

Ab 1. Juli werden auch zwei neue Rettungswagen in Dienst genommen. Sie sind mit modernster Technik ausgestattet. Unter anderem ist eine elektrohydraulische Trage mit Patienteneinzugsystem verbaut, so dass bis zu 300 Kilogramm schwere Patienten transportiert werden können. Die beiden Fahrzeuge ersetzen die alten Wagen an den Rettungswachen in Brambauer und Horstmar.

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