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Mit dem Segelflugzeug über Lünen schweben

Ein Selbstversuch

In den Ferien mal abschalten, raus aus dem Alltag und alles von ganz weit weg betrachten. Das hat unser Reporter Marc Fröhling versucht. Er ist zum Lüner Segelflugplatz Lippeweiden gefahren und einfach ins Flugzeug gestiegen. Mitgebracht hat er jede Menge Eindrücke und tolle Fotos von Lünen aus der Luft.

LÜNEN

, 15.08.2016 / Lesedauer: 3 min
Mit dem Segelflugzeug über Lünen schweben

Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.

Hoffentlich“, denke ich beim Anblick der startenden Segelflugzeuge auf dem Platz der Flugsportgruppe an der Moltkestraße, „hoffentlich war das gestern nicht ein Becher Bowle zu viel.“ Nur wenige Minuten später sitze ich selbst in einem solchen Flugzeug und merke: Nein, der Magen macht mit. Und der Kopf genießt.

Denn die Winde zieht das Flugzeug an dem über 1000 Meter langen Seil so schnell nach oben, dass es von 0 auf 100 Stundenkilometer in etwa 4 Sekunden beschleunigt. Das führt zu Steigungen von bis zu 45 Grad. Und das – macht unglaublich viel Spaß. Auf rund 400 Metern Höhe klinkt das Seil aus, wir schweben jetzt frei.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Segelfliegen - Hoch über den Lüner Wolken

Hoch über Lünens Wolken hat man eine grandiose Aussicht. Das hat unser Reporter Marc Fröhling beim Segelfliegen festgestellt. Auf dem Segelflugplatz Lippeweiden ist er mit ins Flugzeug eingestiegen und hat viele Fotos von der Lippestadt aus der Luft mitgebracht.
14.08.2016
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Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Hoch über Lünen hinaus geht es beim Segelfliegen mit der Flugsportgruppe Lünen.© Foto: Fröhling
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto: Günther Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Impressionen von einem Flugtag der Flugsportgruppe Lünen im Sommer 2016 am Segelflugplatz an der Moltkestraße.© Foto Goldstein
Hoch über Lünen hinaus geht es beim Segelfliegen mit der Flugsportgruppe Lünen.© Foto: Fröhling
Hoch über Lünen hinaus geht es beim Segelfliegen mit der Flugsportgruppe Lünen.© Foto: Fröhling
Hoch über Lünen hinaus geht es beim Segelfliegen mit der Flugsportgruppe Lünen.© Foto: Fröhling
Hoch über Lünen hinaus geht es beim Segelfliegen mit der Flugsportgruppe Lünen.© Foto: Fröhling
Schlagworte Lünen

60 Kilometer weite Sicht

Blauer Himmel, klare Sicht. „Ich schätze, wir können rund 60 Kilometer weit sehen heute“, sagt Pilot Udo Skrodzki vorne. Er fliegt seit 18 Jahren, Fluglehrer ist er überdies seit zehn Jahren. Er deutet nach vorne, dort leuchtet weiß die Veltins-Arena in Gelsenkirchen. Auf der einen Seite sieht man die ersten Häuser von Münster, auf der anderen sogar die Ausläufer des Teutoburger Walds.

Als wir schließlich, trotz der „warmen Pampe“ (Skrodzki), etwas Aufwind feststellen, fängt der Pilot an, zu kreisen. Und zwar ziemlich steil. „Geht‘s noch?“ fragt er. „Geht noch“, sage ich. Schlecht wird mir zwar nicht, aber unter der Plexiglas-Kuppel so langsam ziemlich heiß.

Beim ersten Segelflug wird vielen schlecht

Gut, dass Sportgruppen-Pressesprecher Andreas Fischer mir vorher noch seinen Fliegerhut geliehen hatte. Frisch gewaschen. Was ungewöhnlich genug ist, hatte Fischer gesagt: „Damit wäscht man die Thermik raus.“ Das scheint auch diesmal zu stimmen. Wir können zwar kurz die Höhe halten, lange wird das aber nicht helfen. Für die Aussicht ist das Wetter optimal, fürs lange Fliegen offenbar nicht.

Ich schweige und lasse den Blick über die Lippestadt schweifen. Pilot Skrodzki wird misstrauisch. „Geht‘s noch?“, fragt er schon wieder. Es geht noch, aber Skrodzki hat mit schweigenden Gästen so seine Erfahrungen gemacht. „Wenn einem schlecht wird, schafft man es oft nicht mehr, die Tüte rauszuholen. Das dann wegzuschnüffeln, ist kein Spaß.“ Er selbst hat sich gegen Ende seines ersten Fluges auch übergeben müssen. Vielen heute erfahrenen Piloten sei es so ergangen, meint er.

Acht Minuten lang schwebt das Flugzeug in der Luft

Nach knapp acht Minuten ist der erste Flug vorbei, die Landung sanft. Das Lepo (wahrscheinlich Rückwärts von Opel), zieht das Flugzeug wieder zurück. Ich darf noch einmal starten. Von 0 auf 100 in vier Sekunden, 500 Meter hoch diesmal. Von mir aus könnt’s den ganzen Tag so weiter gehen. Tatsächlich halten wir uns beim zweiten Versuch etwas länger in der Luft, kreisen einige Minuten über dem Startplatz von Christoph 8. Wenn der Rettungshubschrauber in die Luft muss, sagt der Pilot per Funk Bescheid. Die Segelflieger machen dann Platz, kein Flugzeug startet mehr. An diesem Nachmittag haben die Retter mit dem Hubschrauber jedoch offenbar Ruhe.

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Übrigens: Wer selbst Segelflug-Pilot werden will, muss laut Skrodzki pro Monat rund 70 Euro zur Seite legen, Jugendliche etwa 50 Euro. 2,5 Jahre dauert die Ausbildung, man darf schon mit 14 Jahren anfangen. So wie Skrodzkis Tochter. Sie ist 15, ans Auto fahren ist noch nicht zu denken. Aber mit dem Segelflieger startet sie schon alleine.

Wer auch einmal einen Gastflug absolvieren möchte, kommt an den Wochenenden und Feiertagen einfach zum Segelflugplatz Lippeweiden, Moltkestraße 78a, Flugzeit ist zwischen März und Oktober. Kontakt unter Tel. (02306) 18981. Alle Infos unter 

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