Mit Job gelockt: 40-Jähriger soll junge Frau in Lünen vergewaltigt haben

Polizei sucht Zeugen

Eine 21-Jährige aus Gütersloh ist in Lünen Opfer einer Vergewaltigung geworden. Der mutmaßliche Täter lockte die Frau mit einem Jobangebot nach Lünen und ist nun in Haft. Die Polizei sucht nun zwei Zeugen.

Horstmar

, 07.09.2020, 11:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der Nähe des Bahnhofs Preußen wurde am 27. August eine junge Frau vergewaltigt. Die Polizei sucht Zeugen.

In der Nähe des Bahnhofs Preußen wurde am 27. August eine junge Frau vergewaltigt. Die Polizei sucht Zeugen. © Matthias Stachelhaus

Sie hatte sich einen neuen Job erhofft und wurde dann auf einem Gelände in der Nähe des Preußenbahnhofs in Lünen-Horstmar vergewaltigt. Eine 21-jährige Frau aus Gütersloh hatte sich am 27. August auf dem Gelände mit einem 40-Jährigen aus Münster verabredet. Er hatte die junge Frau zuvor aufgrund eines Stellengesuchs auf einem Online-Portal kontaktiert und sich mit ihr in Lünen verabredet.

Ob es sich bei diesem angeblichen Job-Angebot um eine Masche des mutmaßlichen Täters handelt, um junge Frauen anzulocken, oder eine tatsächliche Suche nach Arbeitnehmern ist, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen, sagte eine Sprecherin der Dortmunder Polizei auf Anfrage.

Vergewaltigung in der Nähe des Preußenbahnhofs

Auf dem Gelände in der Nähe des Preußenbahnhofs soll der Münsteraner die Gütersloherin dann vergewaltigt haben. Die Tat ist der Polizei erst Anfang September bekannt geworden. Im Zuge der sofort eingeleiteten Ermittlungen wurde der 40-Jährige mit Wohnsitz in Münster am Freitag (4. September) festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft, wie die Polizei am Montag (7. September) meldete.

Nach der Tat gelang es der jungen Frau zu flüchten. Auf ihrem Weg sprach sie zwei Personen an, weil sie zum nächsten Bahnhof wollte. Dabei handelte es sich um den Bahnhof Preußen an der Preußenstraße in Horstmar.

Zeugen dringend gesucht

Die Polizei sucht nun dringend diese zwei Zeugen. Sie müssen sich am 27. August gegen 21.30 Uhr im weiteren Umfeld des Bahnhofs aufgehalten haben. Es handelt sich um einen Mann und eine Frau, die von der weinenden 21-Jährigen nach dem Weg zum nächsten Bahnhof gefragt wurde.

Beide sollen gerade geraucht haben. Der Mann - älter als seine Begleiterin - erklärte der Gütersloherin den Weg zum Bahnhof, der nicht weit entfernt war.

Die Zeugen sollen sich an den Kriminaldauerdienst der Polizei, Tel. (0231) 132-7441, wenden.

Hohe Aufklärungsquote

Dass die Tat in Horstmar so schnell aufgeklärt werden konnte, passt zu der gestiegenen Aufklärungsquote bei Vergewaltigungen im Bereich des Polizeipräsidiums Dortmund, zu dem Lünen gehört. Nachzulesen in der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2019.

Lag die Aufklärungsquote im Jahr 2018 bei Vergewaltigungsfällen bei 79 Prozent, so stieg sie im vergangenen Jahr auf 85 Prozent an. Dagegen sank die Zahl der Vergewaltigungen, die bei der Polizei angezeigt worden sind. 2018 gab es im Bereich des Polizeipräsidiums Dortmund, also Dortmund und Lünen, 115 Fälle, im Jahr 2019 waren es 95 Fälle. Die meisten Anzeigen bezogen sich auf Vergewaltigungen in Dortmund.

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