Erster „Coworking-Space“ in Lünen: Unternehmer können sich jetzt flexibel Büros mieten

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Die moderne Arbeitswelt setzt neue Maßstäbe: Arbeit ist überall möglich. Mit seiner „Workstatt“ bietet Ludger Auferoth jungen Unternehmern in Lünen jetzt ein flexibles Büro.

von Kristina Gerstenmaier

Nordlünen

, 02.10.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Helle offene Räume, große Tische, ein gemütlicher Pausenraum (genannt Lounge), schnelles W-Lan, ausreichend Steckdosen, Drucker und eigene, abschließbare Schränke: Das sind Voraussetzungen für die moderne Arbeitswelt. All das erfüllt die neue „Workstatt“ in Nordlünen: Zum 1. Oktober öffnet ein Coworking-Space (Gemeinschaftsbüro) Im Geistwinkel 38 seine Türen.

Nach Aussage von Ludger Auferoth, Geschäftsführer von HolzLand Auferoth, sei es Lünens erster. Hier soll Freiberuflern, Selbstständigen, Gründern und mobilen Arbeitnehmern auf insgesamt 390 Quadratmetern ein gemeinschaftlicher Arbeitsplatz zur Verfügung stehen.

Raum für 16 flexible und vier Einzel-Arbeitsplätze, Internet, Möbel, Drucker, ausreichend Parkplätze und ein Hometrainer werden in der „Workstatt“ bereitgestellt. Küche und Lounge bieten außerdem Raum für einen Austausch zwischen den Coworkern. Den Laptop und das Telefon muss jeder allerdings selbst mitbringen.

Kreative sollen sich hier austauschen

„Diese Räume waren schon immer komplett als Büroräume vermietet“, sagt Ludger Auferoth. „Wir wollen weitere Wechsel und vor allem lange Leerstände vermeiden und deshalb kleinen Betrieben und Unternehmern die Chance geben, einen Arbeitsplatz zu mieten, ohne sich um die Grundausstattung kümmern zu müssen.“

Vor allem sieht er die „Workstatt“ als einen Ort, an dem Kreative und Gründer zusammen kommen können, um etwas zu erarbeiten und zu entwickeln. Wie in seiner Schreinerei, die im Gebäude nebenan untergebracht ist, setzt er auch hier auf offene Räume, die so einen regen Dialog ermöglichten.

„Die Atmosphäre regt zum spontanen und unkomplizierten Austausch an, der im Home Office gänzlich fehlt“, sagt der Unternehmer. Hier könnten Freiberufler, kleinere Start-ups oder digitale Nomaden zwar unabhängig voneinander agieren und in unterschiedlichen Firmen und Projekten aktiv sein, aber auch voneinander profitieren und gemeinsame Projekte verwirklichen.

Erster „Coworking-Space“ in Lünen: Unternehmer können sich jetzt flexibel Büros mieten

Küche und "Lounge" sollen zum Austausch zwischen den Coworkern anregen. © Kristina Gerstenmaier

Ein Jahr lang haben Auferoth und seine Mitarbeiter die Büroräume geplant und eingerichtet. Es entstand außerdem ein abgetrennter Bereich, bei dem man die Türe hinter sich schließen kann sowie ein voll ausgestatteter Seminarraum, der 24 bis 30 Personen Platz bietet.

Für Existenzgründer und junge Unternehmer sei vor allem der Aufbau von eigenen Netzwerken wichtig, sagt Auferoth. „Durch das Coworking arbeitet man in einer Gemeinschaft und profitiert ganz automatisch von den Kontakten zu anderen Unternehmern.“

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