Museum beleuchtet „Lernen in Lünen“ aus unterschiedlichen Blickrichtungen

Ausstellung nach Umbau

Das Museum geht mit der Ausstellung „Lernen in Lünen“ neue Wege. Die Präsentation zeigt Facetten des Lernens in der Geschichte Lünens auf und schlägt einen Bogen zu „Fridays for Futures“.

Lünen

, 06.05.2019, 15:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Museum beleuchtet „Lernen in Lünen“ aus unterschiedlichen Blickrichtungen

Durch Zeitfenster strukturiert, blättert die neue Ausstellung im Museum der Stadt Lünen die unterschiedlichen Facetten des Lernens in der Geschichte der Stadt auf. Zu sehen sind viele Exponate deren Erklärungen in sogenannten "Schulheften" abgedruckt sind. © Beuckelmann

Im Dienste der Menschen hat sich das Museum der Stadt Lünen in über 50 Jahren zu einer hochgeschätzten Institution entwickelt. Die Expertise nutzend, setzt es nach kurzer Umbauphase jetzt auf neue Konzepte und Ausstellungen unter neuer Leitung durch Dr. Katja Stromberg.

Am Sonntag öffneten sich bei freiem Eintritt die Türen unter großem Interesse zahlreicher Besucher. Auch die aktuelle „Fridays for Future“ Bewegung junger Menschen mit ihren Klimaschutz-Zielen spielt eine Rolle bei den Exponaten.

Mit Leidenschaft und Ambitionen wurde die Jahresausstellung „Lernen in Lünen. Kita/Schule/Ausbildung von 1847 bis 2019“ vorbereitet. Leidenschaftlich ging es auch bei der Eröffnung zu. So erntete das Duo Giussani mit Pauline Stephan (Violoncello) und Julian Richter (Gitarre) mit emotionalen Werken wie „Oriental“ von Enrique Granados viel Beifall.

Museum soll zum Mitdenken anregen

Kulturdezernent Horst Müller-Baß dankte den Unterstützern des Museumskonzeptes: dem Rat der Stadt Lünen, dem Familienverband Waldschmidt, der Bürger- und Kulturstiftung der Sparkasse an der Lippe, Bauverein, Volksbanken, WBG und anderen. Als modernes Museum sei es wichtig, nicht nur zu sammeln und aufzubewahren, sondern gesellschaftliche Debatten anzuregen und Menschen zum Mitmachen und Mitdenken zu begeistern, erläuterte Müller-Baß das Ziel, wichtige Querschnitts-Themen aufzugreifen.

Museum beleuchtet „Lernen in Lünen“ aus unterschiedlichen Blickrichtungen

Ein Blick in die neue Ausstellung im Museum der Stadt Lünen. © Beuckelmann

Durch Zeitfenster strukturiert, blättert die neue Ausstellung die unterschiedlichen Facetten des Lernens in der Geschichte Lünens auf. Beispiel: Zu sehen sind zum Thema frühkindliches Lernen etwa Spielgaben von Friedrich Fröbel, einer der wichtigsten Pädagogen des 19. Jahrhunderts, der in Lünen den ersten Kindergarten Westfalens eröffnet hat.

Zum schulischen Lernen werden etwa eine Schautafel zum Metrischen System, alte PC´s des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums (FSG) und historische Schulmöbel gezeigt.

Die Präsentation des Engagements junger Menschen, die sich für Klimaschutz einsetzen, hat aktuellen Bezug. Zu bestaunen ist auch das Kunstobjekt Ritter aus Kupfer, gefertigt von Schülerinnen und Schülern der Heinrich-Bußmann-Schule. Ob Musterbuch mit Arbeitsproben aus der Schneiderlehre, Exponate vom Übergangsmanagement Schule – Beruf oder diverse Kunstwerke – die Ausstellung kam bei den Besuchern sehr gut an.

„Kreative Vielfalt“

„Das ist eine kreative Vielfalt“, lobte Knut Thamm als ehemaliger Pädagoge die Konzeption. Auch Heinrich Kröger, Leiter des FSG, der stellvertretende Bürgermeister Siegfried Störmer sowie Rudi Waldschmidt, Vorsitzender des gleichnamigen Familienverbandes, bewerteten Ausstellung als lebendig und positiv.

Öffnungszeiten des Museums Die Ausstellung läuft bis 9. Dezember. Das Museum der Stadt Lünen, Schwansbeller Weg 32, ist geöffnet: dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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