Musikschule Lünen zeigte Premiere von "Oliver!"

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Da hatte sich die Musikschule Lünen zu ihrem 50-jährigen Bestehen etwas ganz Besonderes für ihr Jubiläumsprogramm ausgedacht: "Oliver!"- eine musikalische Umsetzung der Erzählung "Oliver Twist" des englischen Romanciers Charles Dickens. Am Samstag stand die Premiere an. Hier gibt es die Fotos dazu.

LÜNEN

24.09.2017, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Musikschule Lünen zeigte Premiere von "Oliver!"

Oliver (5.v.re.) findet findet in Artful Dodge (4. v.re.) einen Freund, de rihn mit zu einer Kinderbande nimmt.

Die Idee: Eine wirkungsvolle Gemeinschaftsarbeit sollte es werden, gestaltet von einem erfahrenen Orchester und einer relativ jungen Riege aus Sängerinnen und Sängern, denen die Produktion eines anspruchsvollen Bühnenspektakels anvertraut wurde.

Was lag da näher als ein Musical? Und schon stießen die couragierten Leiter bei ihrem Findungsprozess auf ein Musical, das in Lünen bereits 1996 von der Musikschule erstmals aufgeführt wurde: „Oliver!“- eine musikalische Umsetzung der Erzählung „Oliver Twist“ des englischen Romanciers Charles Dickens.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Das Musical "Oliver!" im Lüner Hilpert-Theater

Eine alte Geschichte - aber entstaubt: Das Musical "Oliver!" ist eine überarbeitete Umsetzung von "Oliver Twist". Und so sah es auf der Bühne aus:
24.09.2017
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Nancy (Ina Thomas) ist kein Kind von Traurigkeit.© Foto: Rudolph Lauer
In der Pause wird über den ersten Akt diskutiert.© Foto: Rudolph Lauer
Die Waisenkinder schreien nach Brot!© Foto: Rudolph Lauer
Oliver wird dem Chef der Hehlerbande, Fagin, vorgestellt.© Foto: Rudolph Lauer
Oliver (li.) kommt bei einem Leichenbestatter unter.© Foto: Rudolph Lauer
Oliver (5.v.re.) findet findet in Artful Dodge (4. v.re.) einen Freund, de rihn mit zu einer Kinderbande nimmt.© Foto: Rudolph Lauer
Zur "Kinderbande" zählten auch 4-jährige Akteure, die ihren ersten großen Auftritt hatten.© Foto: Rudolph Lauer
Nancy findet Oliver sympathisch.© Foto: Rudolph Lauer
Wer nicht auf Diebestour muss, vertreibt sich die Zeit.© Foto: Rudolph Lauer
Das Musical zog auch viele kleine Besucher an.© Foto: Rudolph Lauer
Der brutale Sikes (2. v. r.) ist mit Nancys Verhalten gar nicht einverstanden.© Foto: Rudolph Lauer
"Wer will kaufen?", singen die Frauen auf dem Markt.© Foto: Rudolph Lauer
Kleine Kunststücke werden auf dem Markt geboten.© Foto: Rudolph Lauer
Am Ende der Aufführung die Reprise "Komm, fühl dich ganz zu Hause".© Foto: Rudolph Lauer
Ovationen für Monika Bergmann und Frank Fischer mit Darstellerriege und Orchester.© Foto: Rudolph Lauer
Nancy und Bet mischen den Laden auf mit "Das ist Leben".© Foto: Rudolph Lauer
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Mit Spannung also wurde der Premiere am Samstagabend im gut gefüllten Hilpert-Theater entgegengefiebert. Wer erwartet hatte, dass lediglich die musikalischen Ohrwürmer des Komponisten Lionel Bart zu hören waren, der hatte sich gründlich getäuscht. Frank Fischers 25-köpfiges Orchester und Monika Bergmanns 34 Akteure zählendes Darsteller-Ensemble ließen es sich nicht nehmen das Musical ungekürzt in einer dreistündigen Spieldauer aufzuführen.

Natürlich wird dann nach vier Probentagen mit jeweils fünf Stunden Spieldurchlauf die Luft am Ende dünn. Aber dies ist zu vernachlässigen, wenn während der Vorstellung deutlich wird, mit welch ungeheurem Aufwand diese Bravourleistung bewerkstelligt wurde.

Viele, viele Personen hinter den Kulissen beteiligt

Allein jeweils ein Dutzend Namen hinter den Begriffen „Kostüme“, „Bühne/Requisite“, „Bühnenbau“ und „Bühnenhelfer“ sowie das Bühnenteam des Hilpert-Theaters unter Bogdan Romaniszyn zeigen die hohe personelle Ausstattung eines solchen Unterfangens. Schwerstarbeit lieferte Maskenbildnerin Therese Gresch ab, während Ullrich Gronemeyer souverän die Tontechnik steuerte.

Frank Fischer dirigierte sein vorzüglich aufspielendes Orchester unten im Graben mit besonderer Konzentration auf Tempi und Einsätze oben auf der Bühne. Was dort geschah, nämlich die Abenteuer des Waisenjungen Oliver Twist, hatte Monika Bergmann sehr gewissenhaft unter Assistenz von Barbara Reher einstudiert, inszeniert und choreografiert.

Vierjährige hatten großen Auftritt

Sogar Vierjährige aus dem Kinderchor durften ihren ersten großen Bühnenauftritt verzeichnen. Dazu gesellte sich der Jugendchor, um die personenreichen Gruppierungen aus Heimkindern, Marktverkäufern, Gauklern und Fagins Bande zu komplettieren.

Alle Soli wurden von stimmgewaltigen, überwiegend weiblichen Akteuren übernommen, von denen nicht wenige über darstellendes Talent verfügen. Stellvertretend für alle seien hier Ella Bierfreund in der Titelrolle sowie aufgrund ihrer bereits außergewöhnlichen Bühnenpräsenz Ina Thomas als Nancy erwähnt. Und für Michael Gresch gilt: Charles Dickens hatte ihn wohl vor Augen, als er die Figur des Hehlers Fagin schuf.

Viel Applaus für diesen musikalischen Höhepunkt im Jubiläumsjahr. Absolut sehenswert!

Weitere Termine
Die Musikschule führt „Oliver!“ noch am Montag und Dienstag um 11 Uhr auf. 

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