Nach 13 Stunden: Neue Lüner Kanalbrücke steht

Mit Fotostrecke

Die 330 Tonnen schwere neue Kanalbrücke an der Bergstraße in Lünen hat ihren Zielort erreicht: Drei Kräne waren nötig, um das Bauwerk über den Datteln-Hamm-Kanal zu heben. Das war teilweise Millimeter-Arbeit, viel Aufwand für die Arbeitskräfte vor Ort - und ein stundenlanges Spektakel für die Zuschauer.

LÜNEN

, 30.08.2017, 19:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am Nachmittag hing die Brücke schließlich an allen drei Kränen – Millimeter für Millimeter wurde sie dann auf die Widerlager gesetzt.

Am Nachmittag hing die Brücke schließlich an allen drei Kränen – Millimeter für Millimeter wurde sie dann auf die Widerlager gesetzt.

Es war gegen 18.30 Uhr am Abend, als die Brücke auf ihrer endgültigen Position auf den Widerlagern angekommen war. Rund 13 Stunden liefen die Bauarbeiten da schon. Werner von Hagel vom Wasserstraßen-Neubauamt in Datteln war mit vielen Arbeitern schon seit kurz nach fünf Uhr am Morgen auf der Baustelle.

Da ging noch alles ganz schnell. So schnell, dass ein Kran auf der einen und selbst angetriebene Schwerlast-Plattformen auf der anderen Seite die neue Brücke gegen Mittag schon komplett über den Kanal gehievt und geschoben hatten. Schon um 7 Uhr am Morgen war dafür die alte Brücke nebenan weggehoben worden.

Stundenlang passierte nichts Sichtbares

Dann jedoch musste der dritte Kran vorbereitet werden, sodass für viele Zuschauer am Kanalufer stundenlang nicht mehr viel Sichtbares passierte. Die Vorbereitung jedoch ist wichtig. Liegt zu wenig Kontergewicht am Kran, könnte er umfallen. Am Ende klappte aber alles reibungslos: Drei Kräne stemmten die Brücke in die Höhe und ließen sie dann Millimeter für Millimeter wieder auf die Widerlager sinken. Eine Punktlandung nach einem problemlosen Tag, bilanzierte von Hagel am Abend: „Es ist total rund gelaufen.“

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So liefen die Arbeiten an den Kanalbrücken in Lünen

Um sieben Uhr morgens hatten am Mittwoch, 30. August, die Arbeiten an der alten und der neuen Kanalbrücke begonnen. Gegen 18.30 Uhr war die neue Brücke ihre endgültigen Position angekommen. Hier gibt es alle Fotos vom "Brückentag" in Lünen.
30.08.2017
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Die alte Brücke ist seit 7 Uhr am Mittwoch Geschichte, ab etwa 8.30 Uhr ging es an die neue. Die war zu diesem Zeitpunkt bereits in der Position halb über dem Kanal, in der sie dann von den drei Kränen aufgenommen werden sollte.© Foto: Günther Goldstein
Die alte Brücke ist seit 7 Uhr am Mittwoch Geschichte, ab etwa 8.30 Uhr ging es an die neue. Die war zu diesem Zeitpunkt bereits in der Position halb über dem Kanal, in der sie dann von den drei Kränen aufgenommen werden sollte.© Foto: Günther Goldstein
Die alte Brücke ist seit 7 Uhr am Mittwoch Geschichte, ab etwa 8.30 Uhr ging es an die neue. Die war zu diesem Zeitpunkt bereits in der Position halb über dem Kanal, in der sie dann von den drei Kränen aufgenommen werden sollte.© Foto: Günther Goldstein
Die alte Brücke ist seit 7 Uhr am Mittwoch Geschichte, ab etwa 8.30 Uhr ging es an die neue. Die war zu diesem Zeitpunkt bereits in der Position halb über dem Kanal, in der sie dann von den drei Kränen aufgenommen werden sollte.© Foto: Günther Goldstein
Ab 9.30 Uhr wurde der Hauptkran mit Kontergewichten aufgerüstet, um die Last der Brücke aufnehmen zu können. Anschließend sollte die Selbstfahrplattform am anderen Ende die Brücke weiter über den Kanal schieben, bis sie von den beiden Kränen aufgenommen werden konnte. An der alten Brücke sägten schon Schneidbrenner und zerlegten sie.© Foto: Günther Goldstein
Ab 9.30 Uhr wurde der Hauptkran mit Kontergewichten aufgerüstet, um die Last der Brücke aufnehmen zu können. Anschließend sollte die Selbstfahrplattform am anderen Ende die Brücke weiter über den Kanal schieben, bis sie von den beiden Kränen aufgenommen werden konnte. An der alten Brücke sägten schon Schneidbrenner und zerlegten sie.© Foto: Günther Goldstein
Ab 9.30 Uhr wurde der Hauptkran mit Kontergewichten aufgerüstet, um die Last der Brücke aufnehmen zu können. Anschließend sollte die Selbstfahrplattform am anderen Ende die Brücke weiter über den Kanal schieben, bis sie von den beiden Kränen aufgenommen werden konnte. An der alten Brücke sägten schon Schneidbrenner und zerlegten sie.© Foto: Günther Goldstein
Ab 9.30 Uhr wurde der Hauptkran mit Kontergewichten aufgerüstet, um die Last der Brücke aufnehmen zu können. Anschließend sollte die Selbstfahrplattform am anderen Ende die Brücke weiter über den Kanal schieben, bis sie von den beiden Kränen aufgenommen werden konnte. An der alten Brücke sägten schon Schneidbrenner und zerlegten sie.© Foto: Günther Goldstein
© Foto: Günther Goldstein
Drei Kräne sind letztlich nötig, um die Brücke an die finale Position zu heben. Zwei auf der nördlichen und einer auf der südlichen Kanalseite. © Foto: Marc Fröhling
Drei Kräne sind letztlich nötig, um die Brücke an die finale Position zu heben. Zwei auf der nördlichen und einer auf der südlichen Kanalseite. © Foto: Marc Fröhling
Drei Kräne sind letztlich nötig, um die Brücke an die finale Position zu heben. Zwei auf der nördlichen und einer auf der südlichen Kanalseite. © Foto: Marc Fröhling
Hier wird das Bauwerk über den Datteln-Hamm-Kanal gehoben. Das war Zentimeter-, teilweise Millimeter-Arbeit und viel Aufwand für die vielen Arbeiter vor Ort. Es war aber auch ein Spektakel für einige Zuschauer, die teilweise stundenlang am Rande der Baustelle ausharrten. Die Brücke ist gegen 18.30 auf ihrer endgültigen Position angekommen.© Foto: Günther Goldstein
Hier wird das Bauwerk über den Datteln-Hamm-Kanal gehoben. Das war Zentimeter-, teilweise Millimeter-Arbeit und viel Aufwand für die vielen Arbeiter vor Ort. Es war aber auch ein Spektakel für einige Zuschauer, die teilweise stundenlang am Rande der Baustelle ausharrten. Die Brücke ist gegen 18.30 auf ihrer endgültigen Position angekommen.© Foto: Günther Goldstein
Hier wird das Bauwerk über den Datteln-Hamm-Kanal gehoben. Das war Zentimeter-, teilweise Millimeter-Arbeit und viel Aufwand für die vielen Arbeiter vor Ort. Es war aber auch ein Spektakel für einige Zuschauer, die teilweise stundenlang am Rande der Baustelle ausharrten. Die Brücke ist gegen 18.30 auf ihrer endgültigen Position angekommen.© Foto: Günther Goldstein
© Foto: Günther Goldstein
© Foto: Günther Goldstein
© Foto: Günther Goldstein
Hier wird das Bauwerk über den Datteln-Hamm-Kanal gehoben. Das war Zentimeter-, teilweise Millimeter-Arbeit und viel Aufwand für die vielen Arbeiter vor Ort. Es war aber auch ein Spektakel für einige Zuschauer, die teilweise stundenlang am Rande der Baustelle ausharrten. Die Brücke ist gegen 18.30 auf ihrer endgültigen Position angekommen.© Foto: Günther Goldstein
Hier wird das Bauwerk über den Datteln-Hamm-Kanal gehoben. Das war Zentimeter-, teilweise Millimeter-Arbeit und viel Aufwand für die vielen Arbeiter vor Ort. Es war aber auch ein Spektakel für einige Zuschauer, die teilweise stundenlang am Rande der Baustelle ausharrten. Die Brücke ist gegen 18.30 auf ihrer endgültigen Position angekommen.© Foto: Günther Goldstein
Hier wird das Bauwerk über den Datteln-Hamm-Kanal gehoben. Das war Zentimeter-, teilweise Millimeter-Arbeit und viel Aufwand für die vielen Arbeiter vor Ort. Es war aber auch ein Spektakel für einige Zuschauer, die teilweise stundenlang am Rande der Baustelle ausharrten. Die Brücke ist gegen 18.30 auf ihrer endgültigen Position angekommen.© Foto: Günther Goldstein
Hier wird das Bauwerk über den Datteln-Hamm-Kanal gehoben. Das war Zentimeter-, teilweise Millimeter-Arbeit und viel Aufwand für die vielen Arbeiter vor Ort. Es war aber auch ein Spektakel für einige Zuschauer, die teilweise stundenlang am Rande der Baustelle ausharrten. Die Brücke ist gegen 18.30 auf ihrer endgültigen Position angekommen.© Foto: Günther Goldstein
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Ein spannendes Schauspiel waren die Arbeiten auch für Heinz Runte. Er war extra aus Bochum nach Gahmen gekommen, mit dem Fahrrad. Rund 30 Kilometer, aber das machte dem ehemaligen Techniker nichts aus: „Ich bin einfach begeistert von der Technik“, sagte er, und: „Das ist schon erstaunlich.“ Auch die Brüder Bayram und Osman Gözalan waren mit dem Fahrrad da. Sie machten am Ende einer Radtour Halt am Kanal und beobachteten das Treiben rund um die Brücke.

So einen riesigen Kran, sagte Osman Gözalan und deutete auf die Baustelle, habe er als Kind als Spielzeug gehabt. Jetzt könne er ihn auch in Natura sehen. Der größte der drei Kräne kann bis zu 900 Tonnen heben. Es sei außerdem längst überfällig gewesen, die Brücke zu erneuern. Die alte sei „ramponiert“ gewesen, außerdem konnte sie ja immer nur in eine Richtung befahren werden.

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