Nach Bohrungen: Lippedeich immer noch gesperrt

In Alstedde

Nach dem Verdacht, dass sich in der Erde Blindgänger befinden könnten, wurden im August am Lippedeich in Alstedde Probebohrungen durchgeführt. Die Bagger bohrten, fanden nichts und fuhren wieder ab. Doch trotzdem ist die viel befahrene Strecke immer noch gesperrt.

Alstedde

, 25.09.2015, 14:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Bohrungen: Lippedeich immer noch gesperrt

Nach den Probebohrungen ist der Lippedamm immer noch gesperrt. Radfahrer müssen sich einen Weg drumherum suchen.

Die Bezirksregierung hatte nach Anfrage der Stadt die Probebohrungen durchgeführt. Nach der Auswertung von Luftbildern hatte sich der Verdacht ergeben, dass dort in der Erde noch Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen könnten.

„Rechts und links stehen aber immer noch die Barrieren“, sagt Klaus Dieter Klaes, der jeden Tag mit seinem Fahrrad am Lippedeich entlang fährt. 

Die Leute müssen irgendwie drum herum kommen: "Da sind auch viele ältere Leute dabei", ärgert er sich, "die müssen dann runter in den Dreck. Das ist doch nicht fassbar!" Der Lippedamm ist an dieser Stelle Teil der viel befahrenen Römer-Lippe-Radroute, die über 400 Kilometer von Xanten – durch Lünen – bis nach Detmold führt.

Auf Nachfrage bestätigte Christian Chmel-Menges, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, am Freitag, dass die Arbeiten dort abgeschlossen seien.

Aufwendig gebohrt

"Wir haben unsere Arbeit erledigt und sind jetzt nicht für die Vor- und Nachbereitung zuständig", sagt er – und verweist dann auf den Grundstücksbesitzer. Das ist der Lippeverband.

Dessen Sprecher Ilias Abawi erklärt: „Dort wurde sehr aufwendig gebohrt“, sagte er. Erst ein Loch, wenn dort nichts gefunden wurde ein größeres, dann ein weiteres – "deswegen dauert es relativ lange, die Löcher wieder zu verfüllen".

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Normalerweise, sagt er, bekomme die Öffentlichkeit davon ja auch gar nichts mit, weil diese Bohrungen meist auf abgeschlossenen Baustellen stattfänden – und nicht auf viel benutzten Radwegen. In zwei Wochen, sagt Abawi, sollte der Radweg wieder frei sein. Dann müssen Klaus Dieter Klaes und die anderen Radfahrer auch nicht mehr mit ihrem Rad durch den Dreck.  

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