Nach dem Feuer: So sieht es jetzt im Lükaz aus

Ruß und Brandreste

Nach dem Brand im Lükaz Ende Dezember ist das Gebäude wohl ein halbes Jahr nicht nutzbar. Innen zeugen Rußspuren und ein beißender Geruch von dem Ereignis. Es bleiben viele offene Fragen.

Lünen

, 21.01.2019, 17:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach dem Feuer: So sieht es jetzt im Lükaz aus

Hier, im Kriechkeller, ist das Feuer offenbar ausgebrochen. Zur Brandursache gibt‘s noch keine Neuigkeiten. © Goldstein

Wer momentan ins Lüner Kultur- und Aktionszentrum will, muss einen Mundschutz aufsetzen. Die Überreste des Feuers vom 27. Dezember könnten sonst immer noch gesundheitsgefährdend sein. Am Montagmittag (21. Januar) hat die Stadt dennoch die Türen des Lükaz für Medienvertreter geöffnet.

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Das Lükaz nach dem Brand

Bald ist der Brand schon einen Monat her, der Geruch des Feuers steht aber immer noch deutlich in den Räumlichkeiten. Im Foyer sieht noch alles fast normal aus, hier und da stehen noch die Überreste der Party, leere Flaschen, Becher. Aber auch hier hat sich an vielen Flächen eine deutliche Ruß-Schicht abgelegt.

Noch deutlicher wird der Geruch im Keller, im sogenannten Kriechkeller, der unter dem gesamten Gebäude verläuft. Hinter einer Tür wird deutlich, dass hier der Brandherd gewesen sein muss: Eine verkohlte Bohrmaschine in der Ecke, verbrannte Lampen unter der Decke. Und alles ist schwarz vor Ruß. Die Tür zu diesem Raum, berichtet ein Mitarbeiter der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL), sei bei Eintreffen der Feuerwehr am Lükaz offenbar geschlossen gewesen.

Die Brandursache ist laut Alexander Dziedeck, Mitarbeiter der Pressestelle der Stadt, weiter unklar. Und auch die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Momentan seien Gutachter dabei, genau die zu ermitteln.

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Das Lükaz nach dem Brand

Ende Dezember brannte es im Lükaz. Jetzt durften wir erstmal mit der Kamera hinein.
21.01.2019
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Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein
Die Folgen des Brandes werden im Lükaz sichtbar.© Goldstein

Wie hartnäckig der Rauch sich im Gebäude verteilt hat, sieht man am Ruß in einem Sicherungskasten im ersten Erdgeschoss. Der kam offenbar durch die Kabelschächte aus dem Keller hierher.

Auch die Räumlichkeiten der Musikschule sind betroffen. Keyboards, Schlagzeuge und vor allem mehrere teure Flügel stehen in den Räumen. Auch sie müssen wohl vom Ruß gereinigt werden. Was das kostet? Ob das überhaupt geht? Unklar. Frank Fischer, Leiter der Musikschule, wartet auch dafür auf das Gutachten. Klar ist hingegen: In der Neuanschaffung kostet ein einziger Flügel 50.000 bis 80.000 Euro.

Immerhin: „Die Raumsuche hat hervorragend funktioniert, die Schulen waren sehr kooperativ und engagiert.“ Neues Notenmaterial muss die Musikschule dennoch beschaffen. Das alte musste im Lükaz bleiben - weil eine Gesundheitsgefahr nicht ausgeschlossen werden konnte.

Die Stadt schätzt momentan, dass die Türen des Lükaz voraussichtlich ein halbes Jahr geschlossen bleiben werden. Die Sanierung wird wohl umfangreich. Die Elektrik, die Lüftung, die Böden, die Wände, die Fenster - das alles muss repariert, gereinigt oder erneuert werden. Zwei Vofi-Feten müssen komplett ausfallen, für andere Veranstaltungen werden noch alternative Orte gesucht.

In der Nacht vom 26. auf den 27. Dezember hatte es im Keller des Lükaz gebrannt. Zeitgleich fand die Party „Funk Fatal“ statt. Rund 330 Gäste waren zu dem Zeitpunkt anwesend. Die alarmierte Feuerwehr war kurze Zeit später vor Ort. Nach Auskunft der Wehr haben das Brandschutzkonzept und das umsichtige Verhalten der Gäste beim Verlassen des Gebäudes Schlimmeres verhindern können. Verletzte gab es nicht.
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