Nach geplatzter Fusion will Volksbank nun alleine am Markt bestehen

Vertreterversammlung

LÜNEN/SELM Mit dem Ende der Fuisonsgepräche hatte bei der Volksbank Selm-Bork/Altlünen niemand gerechnet. Sie seien schon überrascht worden, teilten die Vorstände Heinrich Lages und August Frerick in einem Pressegespräch mit.

11.05.2009, 19:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann die Volksbank Selm-Bork, hier die Hauptstelle an der Kreisstraße positive Zahlen vorlegen.

Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann die Volksbank Selm-Bork, hier die Hauptstelle an der Kreisstraße positive Zahlen vorlegen.

"Es ist schon enttäuschend, wenn die Braut kurz vor der Hochzeit wegläuft", so Heinrich Lages. Es habe zwar ein kleines Problem gegeben, doch habe man bereits an einer Lösung gearbeitet. Dann sei die Absage der Volksbank Kamen-Werne am Tag nach einer Sitzung erfolgt.Zusammenarbeit forsetzen

"Wir befinden uns aber nicht im Streit, sondern werden unsere Zusammenarbeit auf einigen Gebieten fortsetzen", so August Frerick. Lages: "Wir wissen, dass wir auch allein die nächsten Jahre erfolgreich absolvieren werden." Man habe zwar viel Zeit in die Fusionverhandlungen investiert, doch alles sei nicht umsonst gewesen. Im Hinblick auf die Fusion habe man das Personal um acht Köpfe abgebaut. "Dies ist aber ohne Kündigungen geschehen."   Zudem sei es gelungen, die Verwaltungsausgaben seit 2008 um 450000 Euro zu senken. Lages: "Dies ist ein positiver Nebeneffekt aus den Fusionsgesprächen." Mommentan befinde sich die Volksbank in einem Findungsprozess für den inneren Bereich. "Alles ist auf Selbstständigkeit ausgelegt, an eine Fusion denken wir nicht mehr."Guter Geschäftsbericht

Der Vorstand legte gestern Abend den Vertretern im Bürgerhaus einen guten Geschäftsbericht vor. "Die Volksbank hat sich auch in dem für die Finanzbranche turbulenten Jahr als solide Größe erwiesen", so die Vorstände im Pressegespräch. Die Volksbank habe sich als Hort der Sicherheit gezeigt. Einlagen seien zurückgeflossen, die Kreditnachfrage sei rege gewesen.

Die Volksbank konnte die Bilanzsumme um 8,1 Prozent auf 237 Millionen Euro steigern. Die der Volksbank anvertrauten Kundengelder sind um 42,2 Prozent auf 172, 1 Millionen Euro gestiegen. Unterm Strich weist die Volksbank einen Überschuss von 314 000 Euro gegenüber 219 000 Euro im Vorjahr aus. So schlug der Vorstand den Vertretern eine Dividende von sechs Prozent vor.

Lesen Sie jetzt