Nachbarn und Flüchtlinge feiern buntes Sommerfest

Lünen-Süd

Begegnung unter freiem Himmel: Ein Sommerfest für Flüchtlinge und Nachbarn fand am Freitag auf dem Gelände der Paul-Gerhardt-Schule statt. Organisiert wurde es von der Caritas und den katholischen und evangelischen Kirchen.

LÜNEN-SÜD

, 10.07.2016, 15:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei Kaffee und Kuchen kamen die evangelische Pfarrerin Katrin Stückrath und Caritas-Bereichsleiter Rolf Leimann ins Gespräch mit zwei syrischen Bewohnern.

Bei Kaffee und Kuchen kamen die evangelische Pfarrerin Katrin Stückrath und Caritas-Bereichsleiter Rolf Leimann ins Gespräch mit zwei syrischen Bewohnern.

Die Idee war es, die Bewohner der Kielhornschule und der Paul-Gerhardt-Schule und auch die Nachbarn zusammenzubringen“, erklärte Nina Rodegro, Ehrenamts-Koordinatorin der Caritas. Rund 80 Gäste zog es auf das Schulgelände. Darunter Anwohner, Flüchtlinge, die in den Schulen leben, aber auch viele Ehemalige, die bereits eigene Wohnungen in Lünen gefunden haben. In Vorbereitung auf die Veranstaltung hatten die Flüchtlinge rund 400 Handzettel verteilt, um zum Fest einzuladen.

„Wir müssen Möglichkeiten schaffen, um uns zu begegnen. Wir können nicht darauf warten, dass einer den ersten Schritt macht“, erklärte Rolf Leimann, Bereichsleiter der Caritas. Um Langeweile bei den kleineren Besuchern vorzubeugen, hatten die Organisatoren Fuß- und Basketbälle, eine Reihe von Bobbycars und sogar einen heißen Draht aufgestellt.

Gegen Abend sorgten der türkische Musiker Mohammed Daglar und zwei seiner Freunde mit Keyboard, Trommel und Gitarre für die musikalische Untermalung des Festes.

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So war das Nachbarschaftsfest in Lünen-Süd

Begegnung unter freiem Himmel: Ein Sommerfest für Flüchtlinge und Nachbarn fand am Freitag auf dem Gelände der Paul-Gerhardt-Schule statt. Organisiert wurde es von der Caritas und den katholischen und evangelischen Kirchen. Wir waren mit der Kamera dabei und haben viele Fotos mitgebracht.
10.07.2016
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Sie haben das Sommerfest auf die Beine gestellt: (v.l.n.r) Nicole Marega von der Caritas, Nina Rodegro, Ehrenamtskoordinatorin der Caritas, Jürgen Heidenreich, ehrenamtlicher Leiter der Fahrradwerkstatt, Kathrin Stückrath, evangelische Pfarrerin, Stefanie Lippelt von der SPD-Oberbecker, Rolf Leimann, Caritas-Bereichsleiter und Antje Azraq, Einrichtungsleiterin der beiden Schulen. Zu Gast: Michael Thews, MdB.© Foto: Eva-Maria Spiller
Auf dem "Sommer-Willkommens-Nachbarschaftsfest" auf dem Schulgelände der Paul-Gerhardt-Schule konnten die Besucher unter anderem Stockbrot am Feuer backen.© Foto: Eva-Maria Spiller
Den syrischen Bewohner der Paul-Gerhardt-Schule und der Kielhornschule gefällt es in Lünen gut. Das Sommerfest stieß auf große Begeisterung.© Foto: Eva-Maria Spiller
Bei Kaffee und Kuchen kamen die evangelische Pfarrerin Katrin Stückrath und Caritas-Bereichsleiter Rolf Leimann ins Gespräch mit zwei syrischen Bewohnern.© Foto: Eva-Maria Spiller
Jürgen Heidenreich, ehrenamtlicher Leiter der Fahrradwerkstatt kümmerte sich um das Grillgut.© Foto: Eva-Maria Spiller
Damit den Kleinen nicht langweilig wurde, stellten die Ehrenamtlichen neben Bällen und einem heißen Draht auch Bobbycars zur Verfügung.© Foto: Eva-Maria Spiller
In der entspannten Atmosphäre kam man schnell ins Gespräch.© Foto: Eva-Maria Spiller
Das Gelände der Paul-Gerhardt-Schule bietet reichlich Platz, um ein paar Körbe zu werfen.© Foto: Eva-Maria Spiller
Die SPD bot frisch gebackene Waffeln an. Darüber hinaus brachten Besucher Kuchen und Salate mit.© Foto: Eva-Maria Spiller
Dem Syrer Tarek Eskandar gefiel das Sommerfest gut. Wie seine Freunde ist er bereits seit neun Monaten in Deutschland: "Deutsch lernen macht Spaß, aber mit dem Englischen kommt man manchmal ganz schön durcheinander".© Foto: Eva-Maria Spiller
Gar nicht so einfach: Ein Bewohner versucht sich am heißen Draht.© Foto: Eva-Maria Spiller
Antja Azraq, Caritas-Einrichtungsleiterin der Schulen und Michael Thews, MdB, im Gespräch mit einem Schulbewohner.© Foto: Eva-Maria Spiller
Gute Laune, gutes Wetter: Rund 80 Gäste kamen auf dem Gelände zusammen.© Foto: Eva-Maria Spiller
Nachbarin Birgit Wehn (2.v.l.) und ihre Familie beobachten das Treiben auf dem Schulgelände gern: "Wir sind direkte Nachbarn und freuen uns über das Fest. Zu Silvester hatten wir sogar syrische Gäste bei uns zu Hause".© Foto: Eva-Maria Spiller
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70 Flüchtlinge im Paul-Gerhardt-Haus

Birgit Wehn, direkte Anwohnerin der Paul-Gerhardt-Schule, besuchte das Fest gemeinsam mit ihrer Familie: „Wir sind direkte Nachbarn und freuen uns über das schöne Fest. Zu Silvester hatten wir sogar syrische Gäste bei uns zu Hause“. Tarek Eskandar beobachtete das Treiben auf dem Schulhof zusammen mit seinen Mitbewohnern. Er ist Syrer, bereits seit neun Monaten in Deutschland, und freut sich über das Fest. Zurzeit übt er Deutsch und Englisch. „Zwei Sprachen gleichzeitig zu lernen ist schwer, da kommt man manchmal ganz schön durcheinander“.

Derzeit bewohnen etwa 70 Flüchtlinge das Erdgeschoss der Paul-Gerhardt-Schule, darunter vor allem Einzelpersonen. „Familien wohnen hier kaum noch“, erklärte Nina Rodegro. Diese hätten mittlerweile zum großen Teil eigene Wohnungen im Ort bezogen.

Etwa 1000 Flüchtlinge leben derzeit in Lünen. Bis September sollen noch einmal 300 Menschen dazukommen.

 

 

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