Nazi-Gruß und rassistische Beleidigung: Junge Mutter in Lünen beschimpft

Staatsschutz ermittelt

Eine schlagfertige junge Frau und eine aufmerksame Zeugin sorgten dafür, dass eine rassistische Beleidigung nicht ungestraft bleiben wird. Der Staatsschutz ermittelt gegen einen Lüner.

Lünen

, 12.05.2020, 16:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Alstedder Straße ereignete sich der Vorfall. Nun ermittelt der Staatsschutz.

An der Alstedder Straße ereignete sich der Vorfall. Nun ermittelt der Staatsschutz. © Günther Goldstein (A)

Nichts Böses ahnend, war am Dienstag (12.5.) gegen 10.15 Uhr eine Lünerin mit ihrem Kinderwagen an der Alstedder Straße unterwegs. In Höhe der Hausnummer 149 kam ihr ein Mann entgegen, der sie plötzlich rassistisch beschimpfte. Außerdem rief er, so die Polizei-Pressestelle, „verbotene Parolen“, dabei handelte es sich offenbar um einen Gruß aus der Nazi-Szene.

Die Lünerin mit Migrationshintergrund ließ sich von den Beschimpfungen nicht beirren, sondern konterte. Die junge Mutter fragte den Unbekannten, ob er sich das auch im Beisein der Polizei traue. Daraufhin ging der Mann wortlos - aber mit einer weiteren Beleidigung, nämlich einem ausgestreckten Mittelfinger, an der Lünerin vorbei.

Staatsschutz ermittelt

Geistesgegenwärtig fotografierte die 32-Jährige noch schnell den Mann. „Außerdem gab es zum Glück auch noch Zeugen, die den Vorfall mitbekommen haben“, so eine Sprecherin der Dortmunder Polizei. Eine Zeugin hatte den Mann erkannt und konnte seine Identität der jungen Mutter und der Polizei mitteilen.

Es handelt sich um einen 32-jährigen Mann aus Lünen. Ob er schon früher mit solchen Beleidigungen und Parolen aufgefallen war, kann die Polizei derzeit nicht sagen. Denn der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Den Lüner erwarten nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Volksverhetzung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

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