Neue Buslinie D1: Remondis-Lippewerk jetzt auch mit dem Bus zu erreichen

rnStart am 7. Januar

1500 Angestellte arbeiten im Lippewerk von Remondis in Lippholthausen. Die meisten davon kommen mit dem Auto, eine vernünftige Anbindung mit dem ÖPNV gab es bisher nicht. Das ändert sich bald.

Lünen

, 05.01.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein langer Weg, am Ende stand aber eine Lösung: Ab dem 7. Januar gibt‘s endlich eine Busanbindung ans Lippewerk des Entsorgungs-Riesen Remondis in Lippholthausen. Das teilte die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) mit.

Dann startet die neue Buslinie D1, welche zwischen Lünen Hauptbahnhof und Brambauer verkehrt. Auf ihrem Linienweg bedient sie unter anderem die neue Haltestelle „Lippewerk“ in der Josef-Rethmann-Straße.

Langes Warten auf die Anbindung

Der größte Arbeitgeber in Lünen hatte lange auf eine solche Anbindung gewartet, auch, weil die Politik eine erste Lösung der Verwaltung verworfen und neue Überlegungen gefordert hatte. Der endgültige Beschluss fiel im Oktober 2018, die Umsetzung hat jetzt noch einmal über ein Jahr gedauert.

Und so sieht diese Umsetzung aus: Montags bis freitags fährt die Linie D1 von 4.30 Uhr bis 8.30 Uhr, sowie nachmittags von 14 Uhr bis 18 Uhr. Damit richtet sich die Linie vor allem nach den Schichtanfangs- und Schichtendzeiten des Lippewerks, teilt die VKU mit. Der Bus hält nur an ausgesuchten Haltestellen.

Fahrgäste haben auf jeder zweiten Fahrt Anschluss an die Linie U41 und mit einigen Fahrten von und zur Linie 284 nach Waltrop. In Lünen erhalten Sie Anschluss an die Bahn und die R19/D19 nach Selm.

Reaktion von Remondis und VKU

Die Unternehmen freut diese Entwicklung: „Es ist ein großer Vorteil, dass unsere Mitarbeiter nun kurze Wege zur Haltestelle haben. Wir sind optimistisch, dass viele Kollegen mit dieser Verbesserung des Angebots auf den ÖPNV umsteigen“, sagt Silvio Löderbusch, Geschäftsführer der Remondis Production GmbH, der das Lippewerk gehört. Um für den Anfang einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen, verlost das Unternehmen unter seinen Angestellten JobTickets, gültig für ein ganzes Jahr.

Auch die VKU zeigt sich bezüglich der Nutzung der Linie D1 zuversichtlich. „Die Anbindung an andere Linien und wichtige Verkehrsknotenpunkte ist sehr gut. Daher gehen wir davon aus, dass die Kunden das Angebot positiv annehmen werden“, sagt Uwe Greif, stellvertretender Betriebsleiter der VKU in Lünen.

Kosten der neuen Linie: Rund 240.000 Euro

Die Verwaltung hatte im November 2019 noch mitgeteilt, dass der Betrieb der neuen Linie rund 240.000 Euro pro Jahr kosten würde. Festgelegt ist, dass Kosten definitiv 280.000 Euro nicht überschreiten dürfen.

Die Kosten teilen Stadt und Kreis untereinander auf, wobei der Kreis den größeren Anteil stemmt. Die Linie startet im sogenannten Vorlaufbetrieb für zwei Jahre und soll danach in den Regulärbetrieb übergehen.

Zum Start der neuen Linie D1 am 7. Januar informiert die VKU ihre Fahrgäste an der Haltestelle Lippewerk über das neue Angebot. Ab 14 Uhr ist sie mit dem Infomobil vor Ort.
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