Neue Feuerwache kann vorerst nicht gebaut werden

Ausschreibung aufgehoben

LÜNEN Bei der Stadt Lünen brennt es lichterloh: Die neue Feuerwache kann vorerst nicht gebaut werden. Grund: Unstimmigkeiten bei der Ausschreibung. Dabei sollte das 12-Millionen-Projekt bald beginnen.

von Von Peter Fiedler

, 10.12.2009, 15:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Noch muss die Lüner Feuerwehr in der alten Wache aushalten.

Noch muss die Lüner Feuerwehr in der alten Wache aushalten.

Neubau der Feuerwache in Lünen auf einer größeren Karte anzeigen

Wie Erster Beigeordneter Günter Klencz gegenüber den Ruhr Nachrichten bestätigte, hat die Beschwerdekammer bei der Bezirksregierung Arnsberg das gesamte Ausschreibungsverfahren aufgehoben. Das heißt: Der schon im Oktober vergebene Auftrag im Volumen von 12 Millionen Euro kann nicht ausgeführt werden. Eigentlich sollte der Bau der Wache im Frühjahr 2010 starten.Beschwerde gegen die Auftragsvergabe

Hintergrund ist die Beschwerde eines unterlegenen Bieters gegen die Auftragsvergabe durch die Stadt. Er meint: So günstig, wie der siegreiche Bieter die Instandhaltung der neuen Wache durchführen will, geht es nicht. Die Beschwerdekammer hob laut Klencz das gesamte Ausschreibungsverfahren auf, allerdings mit einer anderen Begründung. Danach seien allen Bietern Fehler bei der Angebotsabgabe unterlaufen.Stadt Lünen hat zwei Möglichkeiten

Der Stadt stehen jetzt zwei Möglichkeiten offen: Den Spruch aus Arnsberg akzeptieren und neu ausschreiben oder die Vergabekammer beim Oberlandesgericht Düsseldorf anrufen, in der Hoffnung, dass das OLG die Entscheidung aus Arnsberg kassiert. Es ist beinahe die Wahl zwischen Pest und Cholera, denn in jedem Fall verzögert sich der Bau der von der Feuerwehr sehnlichst erwarteten neuen Wache um etliche Monate. Selbstkritik ist auch angesagt: Denn die in Arnsberg beanstandeten fehlerhaften Gebote waren offenbar weder der von der Stadt mit der Ausschreibung beauftragten Projektentwicklungsfirma noch den Fachleuten der Stadtverwaltung aufgefallen. "Auch mit diesen Fragen werden wir uns beschäftigten", kündigte Klencz an.

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