Neue Idee für die Persiluhr-Passage: Bücherei

Lüner Innenstadt

Eine Kulturachse durch die Innenstadt - mit einer Stadtbücherei in der Persiluhr-Passage im Norden und dem Museum auf dem bisherigen Mercedes-Gelände im Süden. Der Architekt Karl Marek und der frühere stellvertretende Leiter des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, Jürgen Korn, haben eine weitere Idee für die Persiluhr-Passage.

LÜNEN

, 10.08.2016, 05:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem sie ihren Vorschlag, ein Museum mit neuem Konzept und Erweiterungsmöglichkeiten auf dem Mercedes-Gelände an der Lange Straße vorgestellt hatten, bekamen Karl Marek und Jürgen Korn nun fünf neue Mitstreiter für ein erweitertes Konzept.

Mit dabei ist nun Werner Tischer, der die Idee beisteuerte, der Stadtbücherei in der Persiluhr-Passage neue, größere Räume zu bieten, sie so zu einer Mediathek zu erweitern. Auch Archäologin Catrin Ebbinghaus, Mediziner Dr. Franz Mehnert, Lehrerin Ursula Engelke und Kulturpreisträger Klaus Nigge stehen hinter dem Konzept.

Ehemaliges Mercedes-Gebäude für kulturelle Veranstaltungen 

Nigge könnte sich beispielsweise vorstellen, an dem bisherigen Mercedes-Gebäude eine große LED-Wand für Bilder des Naturfotofestivals und andere kulturelle Veranstaltungen anzubringen. „So etwas haben wir auch für das Hertie-Haus vorgeschlagen, nicht für Werbung, sondern rein fürs Thema Kultur“, so Marek.

Die sieben, auch politisch in verschiedenen Richtungen engagierten Lüner würden bei einem Umzug der Bücherei in die Passage deren frei werdende Räume der Volkshochschule übergeben. „Dadurch gewinnt die VHS mehr Räume im Stadtzentrum“, so Korn.

Sie sehen in ihrem Konzept auch finanzielle Vorteile für die Stadt, da ein Umbau der Passage für die Bücherei „mit geringerem technischen Aufwand verbunden“ sei als es ein Museum erfordern werde. Der Politik und Verwaltung haben Karl Marek und Jürgen Korn ihr Papier noch nicht vorgestellt.

Abwarten bis November

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns meinte auf Anfrage zu den Vorschlägen: „Die Stadt wartet zunächst das Ergebnis des Prüfauftrags für die Persiluhr-Passage ab. Auf der Grundlage dieser Untersuchung werden wir gemeinsam mit der Politik dann eine Entscheidung treffen.“ 

So sieht es auch Kulturbüroleiter Uwe Wortmann: „Wir haben den politischen Auftrag, eine kulturelle Bildungseinrichtung in der Persiluhr-Passage zu prüfen und werden die Ergebnisse im November dem Kulturausschuss vorstellen.“ Zudem kenne er das Konzept der sieben Lüner noch nicht.

Konzept den Entscheidern vorlegen

Die Idee klingt vielversprechend – eine Kulturachse durch die Innenstadt mit zwei Schwerpunkten wie Mediathek und Museum an den Enden. Und auch die Namen derer, die für dieses Konzept stehen, sind klangvoll und zudem politisch in mehreren Parteien verhaftet. Eine gute Grundlage also. Die sollten die sieben Ideengeber nun auch nutzen. Sie sollten ihr Konzept den politischen Gremien vorstellen und auch der Verwaltung. Denn nur dann kann auch darüber gesprochen und entschieden werden. Derzeit hat die Politik der Verwaltung den Auftrag erteilt, die Einrichtung einer kulturellen Bildungseinrichtung in der Persiluhr-Passage zu prüfen. Über die Realisierung wird noch dieses Jahr entschieden, deshalb drängt die Zeit. Und genau deshalb ist es wichtig, alternative Ideen den Entscheidern darzulegen, damit sie eine Chance bekommen.

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