Neue Parkinson-Ambulanz für das Lüner Klinikum

100.000-Euro-Spende eines Patienten

Das Klinikum Lünen bekommt eine Ambulanz speziell für Menschen mit Parkinson. Die Einrichtung wird durch das Vermächtnis eines Patienten ermöglicht, der dem Klinikum zu diesem Zweck 100.000 Euro hinterließ. Wir stellen diese und weitere Zukunftspläne der Klinik vor.

LÜNEN

, 07.02.2016, 08:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neue Parkinson-Ambulanz für das Lüner Klinikum

Beim Neujahrsempfang des Klinikums Lünen: Mitglieder der Geschäftsleitung und des Kuratoriums.

Während des Neujahrsempfangs am Freitagabend mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Ärzteschaft, Feuerwehr und Geschäftspartnern skizzierte die Geschäftsleitung, wie die 150-jährige Geschichte weiter geschrieben werden soll – und ließ die Gäste staunen.

Ein Patienten-Vermächtnis von 100.000 Euro ebnet den Weg für die Einrichtung einer Parkinson-Ambulanz. Bundesweit leiden 400.000 Patienten an dieser chronischen Erkrankung. Dr. Iris Adelt wird als neue Chefärztin der Neurologie das Parkinson-Zentrum aufbauen - wenn sie am 1. Mai die Leitung übernimmt. Sie wird Nachfolgerin von Dr. Dr. Peter Schejbal, der sich nach 24 Jahren in den Ruhestand verabschiedet.

„Die Beste von allen“

Dass sich ein Krankenhaus für eine Nachfolgerin aus den eigenen Reihen entscheidet, gilt als ungewöhnlich. „Sie ist die Beste von allen, wir wissen, was wir an ihr haben“, lobte der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Wolfram Wilhelm. Die Leitende Oberärztin konnte sich in einem harten Bewerbungsverfahren gegen hochkarätige Bewerber, beispielsweise der Charité Berlin oder der Uniklinik Münster, durchsetzen. „Ich sehe im Haus großes Potential“, sagt die 53-Jährige.

Neue Zentralsterilisation

Das katholische Krankenhaus schultert auch 2016 große Investitionen. Die größte ist mit fünf Millionen Euro die neue Zentralsterilisation an der Partnerklinik St. Christophorus in Werne. Hier sollen die bislang getrennten Abteilungen beider Häuser zusammengeführt werden. Maraike Tobias hat im Oktober die Leitung der beiden Steris übernommen. Vorgängerin Annette Stolze begleitet als Projektleiterin den Prozess der Neuorganisation.

Ein Fernseher pro Bett

Wie Geschäftsführer Axel Weinand am Rande erklärte, werde Mitte des Jahres jeder Patient in beiden Krankenhäusern seinen eigenen Fernseher inklusive Sky und Telefonflatrate bekommen.

Das Klinikum will die Patientenakten inklusive handschriftlicher Befunde digitalisieren und eine neue Telefonanlage installieren. Mitarbeiter-Handys sind dann mit dem Patientensystem verbunden. Das erleichtere beispielsweise die Organisation von Untersuchungen. „Sobald der Raum frei ist, kommt die Anforderung per Klick aufs Handy“, so Weinand. 

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