Sie ist die Neue mit dem himmlischen Namen: Pfarrerin Kira Engel freut sich auf ihre Aufgabe in der Evangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen. Ihr Name hat eine besondere Wirkung.

Horstmar

, 24.02.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jung, offen und fröhlich. So wirkt Kira Engel (33), die neue Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen. Eine Theologin, die Engel heißt - das ist natürlich ein Thema. Den Namen empfindet Kira Engel „als Geschenk“. Deshalb hat sie ihn nach der Hochzeit mit ihrem Mann Dominik Schwartz (33) auch behalten. Wie schon ihre Mutter. „Er sorgt sofort für ein Lächeln“, ist ihre Erfahrung. Und weil er nur gute Assoziationen weckt, trägt sie ihn gerne. Eine Einschränkung gibt es aber: „Über Engel zu predigen, fällt mir nicht ganz leicht.“

Einzug mit der Familie ins Pfarrhaus

Seit dem 15. Februar richtet sich Kira Engel mit der Familie im Pfarrhaus neben der Christuskirche in Horstmar ein. Ihr Mann, IT-Berater in Elternzeit, kümmert sich mit um die zweieinhalbjährige Tochter Felia. So hat Kira Engel den nötigen Freiraum für ihre Arbeit als Pfarrerin auf der 2. Pfarrstelle der Gemeinde. Sie ist Nachfolgerin von Pfarrer Winfried Moselewski, der in die Militärseelsorge wechselte.

Information

Einführungsgottesdienst

Kira Engel wird am Sonntag, 3. März, in ihr Amt als Pfarrerin eingeführt. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr in der Kirche Lünen-Süd an der Jägerstraße.

Gemeinsam mit den Kolleginnen Andrea Ohm und Dr. Katrin Stückrath ist die 33-Jährige für die 7300 Gemeindeglieder von Horstmar-Preußen zuständig. „Wie die Aufgaben genau aufgeteilt werden, wollen wir gemeinsam erarbeiten.“ Klar ist jedenfalls, dass ihr Schwerpunkt Richtung Jugendarbeit gehen wird.

„Wunderbare Jugendarbeit erlebt“

Kira Engel findet sich „nicht fromm“. Sie kommt aus einem eher kirchenfernen Elternhaus. Doch mit 14 hat sie sich während des Konfirmandenunterrichts für Kirche und Glauben begeistern lassen. „Ich habe eine wunderbare Jugendarbeit erlebt, die mir viel für mein Leben gegeben hat“, erklärt sie. Sie war der Anstoß für ihre berufliche Weichenstellung. Dazu fühlt sie sich „berufen“.

Jetzt lesen

Unna-Hemmerde ist ihr Heimatort. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie in Münster, Bethel und Berlin war sie Vikarin in Dortmund-Nordwest. Sie gönnte sich anschließend, wofür ihr „Herz schlägt“: ein Sondervikariat in der Kinder- und Jugendarbeit in Soest. Anschließend arbeitete Kira Engel drei Jahre lang als Pfarrerin im Probedienst in Herford und freute sich, nach Jugendgottesdiensten, Freizeiten und Konfirmandenunterricht wieder die „ganze Bandbreite der Gemeindearbeit zu haben und das Leben von der Geburt bis zum Tod zu begleiten“.

„Gemeindearbeit ist Beziehungsarbeit“

Jetzt also der Lüner Süden. Hier will sie beruflich langfristig arbeiten und „Dinge entwickeln.“ Für Kira Engel ist Gemeindearbeit Beziehungsarbeit. Sie möchte in den nächsten Wochen mit „offenen Augen und Ohren durch die Ortsgemeinde gehen“ und erfahren, was die Menschen brauchen und was sie nicht brauchen.“ In ihrer Freizeit spielt die 33-Jährige mit ihrem Mann gerne Brettspiele. Vielleicht gibt es in der Gemeinde ja Gleichgesinnte.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt