Neue Sorgen bei Hertie

LÜNEN In der Hertie-Belegschaft macht sich die Angst vor betriebsbedingten Kündigungen breit. „Wir müssen davon ausgehen“, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Hubert Kunert unserer Zeitung.

von Von Peter Fiedler

, 26.07.2007, 14:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neue Sorgen bei Hertie

Sorgen bei Hertie

Denn die Geschäftsführung kann ihr Ziel, in den 74 Hertie-Häusern insgesamt 600 bis 650 von 4800 Arbeitsplätzen durch freiwilliges Ausscheiden von Mitarbeitern auf Basis eines Sozialplans abzubauen, offenbar nicht erreichen.

Kein Mitarbeiter hat unterschrieben

„Die Konditionen sind zu schlecht“, erklärte Kunert, ohne Einzelheiten nennen zu wollen. In Lünen habe jedenfalls kein einziger der 57 Mitarbeiter unterschrieben. Die Frist vor Ort endete laut Kunert am 19. Juli, in anderen Häusern laufe sie noch bis zum 31. Juli, also bis kommenden Dienstag. „Das hängt davon ab, was Geschäftsführung und Betriebsräte vor Ort vereinbart haben“, erläutert der Arbeitnehmervertreter.

Sanierungstarifvertrag bis Ende 2007

Bis Ende 2007 ist die komplette Hertie-Belegschaft noch vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. So lange läuft der Sanierungstarifvertrag. Er wurde noch vom Karstadt-Quelle-Konzern abgeschlossen, bevor die in die Karstadt Kompakt GmbH ausgelagerten Häuser im Oktober 2005 an die britische Investorengruppe Dawnay Day verkauft wurden. Seit 1. März 2007 tragen die Häuser wieder den Traditionsnamen Hertie.

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