Neuer Laden in der City: Was deutsche Kundinnen im arabischen Geschäft interessiert

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Sein neues Geschäft hat Ribar Bahloy (38) „Syrisches Haus“ genannt. Er verkauft dort arabische Lebensmittel samt Obst und Gemüse. Es kommen auch deutsche Kunden - wegen der Erdbeeren.

Lünen

, 27.05.2019 / Lesedauer: 2 min

In dem neuen Lebensmittelgeschäft von Ribar Bahloy an der Cappenberger Straße 4 gibt es Typisches aus dem arabischen Raum: Türkischen Joghurt, Sesampaste Tahine oder auch Makdoos, das sind Auberginen mit Walnuss. Anfang Mai hat der gebürtige Syrer seinen Laden eröffnet. Nicht nur Landsleute, auch Lüner kaufen dort ein. Kundinnen greifen gerne zu Erdbeeren, die in den Ausstellern vor dem Geschäft leuchten.

Längst sorgt der Laden am Ende der nördlichen Fußgängerzone für Gesprächsstoff. Früher befanden sich dort eine Schneiderei und das „Antalya Döner Kebab & Pizza Haus“. Beide Räumlichkeiten nutzt jetzt Bahloy.

Neuer Weg in die Zukunft

Das „Syrische Haus“ ist für den 38-Jährigen ein neuer Weg in die berufliche Zukunft. Vor dreieinhalb Jahren floh er aus Syrien. Dort hatte Bahloy 20 Jahre im Einzelhandel gearbeitet. Nach seiner Flucht kam er zunächst nach Meschede und später nach Lünen. Bahloy hatte drei Monate Deutschunterricht und arbeitete bei einem Bauunternehmen in Dortmund. Mittlerweile konnten Frau und Kind nachkommen. Er hat in Lünen Fuß gefasst.

Das Angebot im „Syrischen Haus“ reicht von Gewürzen, Teegläsern über gefüllte Weinblätter bis hin zu syrischen Süßigkeiten. Wenn die Genehmigung da ist, will Bahloy auch Fleisch verkaufen. Eine Spezialität duftet blumig: Es ist syrisches Haarshampoo.

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