Neujahrsempfang wirft Streiflichter auf Lünens Entwicklung im Jahr 2019

Premiere im Hansesaal

Erstmals hatte die Stadt Lünen in Person von Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns zu einem Neujahrsempfang eingeladen. Bei so manchem Gast sorgte das Motto für erhellende Momente.

Lünen

, 18.01.2019, 12:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns war Gastgeber beim ersten Neujahrsempfang der Stadt Lünen im Hansesaal.

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns war Gastgeber beim ersten Neujahrsempfang der Stadt Lünen im Hansesaal. © Goldstein

210 Gäste waren der Einladung zum ersten Lüner Neujahrsempfang am Donnerstagabend (17. Januar) gefolgt - und sorgten bei Stadtsprecher Benedikt Spangardt für ein zufriedenes Gesicht. „Unsere Idee war es, die Vielfalt der Stadt Lünen zu präsentieren und gleichzeitig die verschiedenen Menschen in unserer Stadt zusammenzubringen.“ Denn es sei nicht selbstverständlich, dass jeder jeden kennt. „Das soll dieser Abend ändern.“

Deshalb auch das Motto „Streiflichter“ - in drei jeweils knapp 15-minütigen Talkrunden präsentierten Spangardt und Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns Menschen, die auf unterschiedliche Weise „Lünen bewegen“, wie Spangardt in seiner Begrüßungsrede ausführte. Aufgelockert wurden die Gesprächsrunden durch musikalische Begleitung der Musikschule.

Neue Lösungen für Horstmarer See

Bei der Themenwahl hatten sich Spangardt & Co. an den Herausforderungen Lünens für das neue Jahr orientiert. So drehte sich in der ersten Talkrunde das Gespräch um Stadtentwicklung und Sicherheit. Reinhold Bauhus, Leiter der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, bekam erneut Gelegenheit, das Projekt „Campus Lünen-Süd“ vorzustellen, während die Jugendkontaktbeamten Katja Wittmann-Jodscheit und Mark Johannes Poltrock von ihrer Arbeit berichteten. Zum Abschluss kündigte Klaus Steffenhagen, Sicherheitsberater des Bürgermeisters, „neue Lösungen für den Horstmarer See“ an, „damit Anwohner und Gäste im Sommer in Frieden leben können“ - allerdings ohne näher ins Detail zu gehen.

Talkrunde Nummer zwei behandelte das Ehrenamt und die Kultur in Lünen - und hatte für Marianne Strauch, Ehrenamtspreisträgerin, eine neue Erkenntnis parat: „Dass wir in Lünen 30.000 ehrenamtlich engagierte Menschen haben, wusste ich gar nicht.“ Dr. Katja Stromberg, Leiterin des Stadtmuseums, blickte auf weitere Veränderungen in Schwansbell, während „Pro Lünen“-Chef Hubert Tenberge den Termin des 30. Kinofestes bekanntgab: „13. bis 17. November 2019.“

Kleine-Frauns: „Kein Durchgangsverkehr in Lünen“

Zündstoff bot die letzte Talkrunde des Abends, die unter dem Thema „Digitalisierung, Wirtschaft und Verkehr“ stand. Als Vertreter der Industrie- und Handelskammer attestierte Stefan Peltzer der Stadt Lünen, dass es bei ihrem 20 Jahre alten Verkehrsentwicklungsplan nun doch langsam Nachbesserungsbedarf gebe: „Da sollte die Stadt keinen Tag länger warten. Mobilität hat vielleicht auch ein höheres Gewicht als andere Belange.“

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Zum Neujahrsempfang hatte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns am Donnerstagabend in den Hansesaal eingeladen. Zahlreiche Vertreter aus den verschiedensten Bereichen waren der Einladung gefolgt.
18.01.2019
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Gesprächsrunde auf der Bühne© Günther Goldstein
Gäste in der Gesprächsrunde auf der Bühne© Günther Goldstein
Viele Gäste waren der Einladung gefolgt© Günther Goldstein
Viele Gespräche wurden auch im Foyer geführt.© Günther Goldstein
Im Foyer wurden viele Gespräche geführt.© Günther Goldstein
Im Hansesaal traf man sich zum Neujahrsempfang.© Günther Goldstein
Vertreter zahlreicher Lüner Vereine, Institutionen und aus den unterschiedlichsten Bereichen trafen sich im Hansesaal.© Günther Goldstein
Neujahrsempfang im Hansesaal© Günther Goldstein
Neujahrsempfang im Hansesaal© Günther Goldstein
Gesprächsrunde auf der Bühne© Günther Goldstein
Zahlreiche Lüner waren der Einladung gefolgt.© Günther Goldstein
Zahlreiche Lüner waren der Einladung gefolgt.© Günther Goldstein
Für die Unterhaltung sorgten Pädagogen der Lüner Musikschule.© Günther Goldstein
Vertreter verschiedener Vereine und Institutionen waren der Einladung gefolgt.© Günther Goldstein
Zahlreiche Gäste waren der Einladung gefolgt.© Günther Goldstein
Damit die Besucher des Neujahrsempfangs keine unliebsame "Erinnerung" an ihrer Windschutzscheibe vorfinden, gab es am Donnerstag ab Beginn des Empfangs keine Parkscheinkontrollen auf den beiden Parkplätzen.© Günther Goldstein
Gesprächsrunde mit Gästen auf der Bühne.© Günther Goldstein
Gesprächsrunde auf der Hansesaal-Bühne© Günther Goldstein
Gespräche mit Gästen auf der Bühne© Günther Goldstein
Gespräche mit Gästen© Günther Goldstein
Applaus des Publikums© Günther Goldstein
Die Gäste im Hansesaal© Günther Goldstein
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns bei der Begrüßung© Günther Goldstein
Die Gäste im Hansesaal© Günther Goldstein
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns freute sich über die große Resonanz.© Günther Goldstein
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns im Hansesaal© Günther Goldstein
Gesprächsrunde auf der Bühne des Hansesaals.© Günther Goldstein
Zahlreiche Lüner waren der Einladung in den Hansesaal gefolgt.© Günther Goldstein
Dr. Benedikt Spangardt, Pressesprecher der Stadt Lünen, übernahm die Moderation.© Günther Goldstein
Gäste des Neujahrsempfangs© Günther Goldstein

Dem wollten weder der Technische Beigeordnete Arnold Reeker noch Jürgen Kleine-Frauns widersprechen. Allerdings will der Bürgermeister auch 2019 hier klare Kante zeigen: „Die Bürger sind durch den Schwerlastverkehr bis an den Rand des Erträglichen belastet.“ Deshalb wolle er weiter dafür kämpfen, dass der Durchgangsverkehr aus der Stadt verschwindet. „Auch wenn das für die betroffenen Unternehmen höheren wirtschaftlichen Aufwand bedeuten sollte - das Maß ist voll“, so Kleine-Frauns.

Reeker appellierte an die Lüner Bürger, im Jahr 2019 verstärkt auf den öffentlichen Nahverkehr und vor allem auf das Fahrrad zu setzen: „50 Prozent der Fahrten mit dem Auto sind nicht länger als 5 Kilometer.“ Und Lünen habe beste Voraussetzungen für Radfahrer - daran ändere auch die kontroverse Diskussion um die Kreuzung an der Moltkestraße nichts, die der Beigeordnete exemplarisch für das Dilemma der Verkehrsplaner anführte: „Rat und Verwaltung haben hier lange über die bestmögliche Lösung diskutiert, und nun bekommen wir doch wieder Kritik von allen Seiten.“ Reeker versprach, an der Ampelanlage nachzujustieren, um die Staus zu vermeiden. „Aber wie jede Veränderung wird auch das wieder Konsequenzen für andere haben.“ Fakt sei aber, dass die Radfahrer an dieser Kreuzung definitiv besser gestellt sind als vorher.

Der Beginn einer Tradition?

Der Abend endete im Foyer des Hansesaals mit einem Imbiss, Getränken und vor allem mit vielen Gesprächsmöglichkeiten. Dabei herrschte an allen Tischen weitestgehend Einigkeit in einer Sache: Dass der Neujahrsempfang eine Tradition in Lünen werden sollte.

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