Niederadener Schützen werden digital: Land fördert neue Schießanlage

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Seit gut 25 Jahren trainieren die Mitglieder des Schützenvereins Niederaden 1860 auf derselben Schießanlage - jetzt ist es Zeit für eine neue. Dafür hat das Land Fördergelder zugesagt.

von Julian Beimdiecke

Niederaden

, 16.08.2020, 13:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Sehr gefreut“ haben sich die Niederadener Schützen Anfang der vergangenen Woche laut Geschäftsführerin Karin Einsiedler - denn erreichte sie eine E-Mail im Namen von Andrea Milz ein, ihrerseits Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes NRW. Diese sicherte dem Schützenverein Fördergelder in Höhe von fast 18.000 Euro zu. Die Schützen möchten das Geld nun nutzen, um sich eine neue Schießanlage zuzulegen.

Schießanlage nicht mehr auf dem neuesten Stand

Laut Schützen-Geschäftsführerin Karin Einsiedler ist es höchste Zeit, dass sich die Niederadener in diesem Bereich neu aufstellen. „Unsere alte Schießanlage ist jetzt 25 Jahre alt und muss dauernd repariert und gepflegt werden“, erklärte sie. Die alte Anlage funktioniert zudem noch mit einem Seilzug, der die Zielscheiben nach dem Schießen nach vorne holt, damit der Schütze seine Schüsse überprüfen kann - ein Modell, das mittlerweile nicht mehr dem neuesten Stand entspricht.

„Wir müssen uns auch modernisieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Bei allen Wettbewerben - von der Bezirksebene bis zu Olympia - läuft mittlerweile alles digital. Das wird in Zukunft bei uns auch so sein“, so Einsiedler.

Anzeige per Bildschirm

Anstatt dass ein Seilzug die Zielscheibe nach vorn holen muss, kann ein Schütze dann direkt auf einem Bildschirm überprüfen, wohin er mit seinem Luftdruckgewehr getroffen hat. Insgesamt sollen zehn Schützen dort gleichzeitig schießen können. Eine Schießanlage kostet um die 31.000 Euro - mit den Fördergeldern des Landes ist also schon mehr als die Hälfte der Summe abgedeckt. „Die restlichen 13.000 Euro werden wir als Verein stemmen“, sagt Einsiedler. Das Geld sei auch schon da. Daher können die Vereinsmitglieder auch direkt mit dem Umbau der Schießanlage starten, wenn das Fördergeld verfügbar ist.

Noch kein konkreter Zeitplan

„Allerdings wissen wir noch nicht, wann das soweit sein wird. Deswegen haben wir auch noch keinen konkreten Zeitplan und können noch nicht sagen, wann wir die Schießanlage eröffnen können.“ Das solle aber „in sehr naher Zukunft“ der Fall sein.

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Mit den vorbereitenden Arbeiten wollen die Schützen aber schon vorher beginnen - konkret also mit dem Abbau der aktuellen Schießanlage. Auf eine kleine Pause des Schießtrainings zwischen Abbau der alten und Aufbau der neuen Anlage müssen sich die Schützen daher einstellen - für sie angesichts der Modernisierung sicherlich verschmerzbar.

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