Nostalgie-Fahrzeug mit Charme kam per Schiff aus den USA

rnOldtimer-Serie

Der Oldtimer von Heinrich Sander hat einen langen Weg hinter sich. Er wurde 1930 in den USA produziert und kam per Schiff nach Deutschland. Heute ist er ein Nostalgie-Fahrzeug mit Charme.

Lünen

, 28.01.2019, 05:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Chic ist er immer noch, der Ford Modell A Typ Ausführung USA (1028) von Dachdecker Heinrich Sander. „Ich habe den Wagen im Jahre 1996 zufällig an einer Straße in Dortmund-Sölde entdeckt. Von einem Privatanbieter habe ich meinen heutigen Oldtimer für 16.000 Deutsche Mark gekauft. Tüfteln und Bastelei waren gefragt“, erklärte Heinrich Sander bei einem Rundgang um seinen geliebten Wagen.

Er hat den Wagen auseinander genommen und wieder zusammen gebaut

Das Gefährt befand sich in einem schlechten Zustand. Schlechte Polster, nicht verchromt und eine alte Lackierung. Tatkräftige Arbeit war gefragt.

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Oldtimer-Serie Heinrich Sander

. Das Oldtimerfahrzeug Ford Modell A Typ Ausführung USA (1028), Baujahr Juli 1930, von Dachdecker Heinrich Sander hat nicht nur Nostalgie sondern auch viel Geschichte und Charme im Gepäck.
28.01.2019
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Dachdecker und Oldtimerliebhaber Heinrich Sander präsentiert voller Stolz seinen legendären Ford Modell A Typ Ausführung USA.© Michael Blandowski
Dachdecker und Oldtimerliebhaber Heinrich Sander präsentiert voller Stolz seinen legendären Ford Modell A Typ Ausführung USA.© Michael Blandowski
Dachdecker und Oldtimerliebhaber Heinrich Sander präsentiert voller Stolz seinen legendären Ford Modell A Typ Ausführung USA.© Michael Blandowski
Dachdecker und Oldtimerliebhaber Heinrich Sander präsentiert voller Stolz seinen legendären Ford Modell A Typ Ausführung USA.© Michael Blandowski
Dachdecker und Oldtimerliebhaber Heinrich Sander präsentiert voller Stolz seinen legendären Ford Modell A Typ Ausführung USA.© Michael Blandowski
Dachdecker und Oldtimerliebhaber Heinrich Sander präsentiert voller Stolz seinen legendären Ford Modell A Typ Ausführung USA. Insbesondere der Innenraum hat einen Charme aus der Vergangenheit.© Michael Blandowski
Dachdecker und Oldtimerliebhaber Heinrich Sander präsentiert voller Stolz seinen legendären Ford Modell A Typ Ausführung USA.© Michael Blandowski
Stets vor auf Augen die silberne Kühlerfigur in Form eines Adlers, als ein besondere Zeichen für Kraft und Power aus dem Hause Ford.© Michael Blandowski

„Ich habe den Wagen auseinander genommen und wieder zusammengebaut. Gesandstrahlt und grundsaniert. Dazu sorgte eine Polsterei und Sattlerei für neue Bequemlichkeit im Innenraum. Im Jahre 2002 war es endlich soweit. Alles war fertig und mein Oldtimer fahrbereit. Und das bis heute“, freute sich Heinrich Sander über die Frischzellenkur, des zwischen 1928 und 1931 gebauten Modells.

Noch immer schön und elegant

Von Schönheit und der Eleganz aus der Vergangenheit hat der Ford nichts eingebüßt. Ein schwarzes Kunststoffdach, eine geteilte Motorhaube, manuelle Kurbeln für alle Fenster an den vier Seitentüren, eine aufklappbare Frontscheibe statt einer Klimaanlage - das zeichnet das Modell aus. Es gibt kein Radio, aber eine Viergangkuppelschaltung. Geschaltet wird mit Zwischengas. Auch ein Dreispeichenlenkrad ist da - alles Relikte aus einer Zeit, als von Luxus und Elektronik in Autos noch keine Rede war.

Fahrt zum BVB und zur Eisernen Hochzeit

„Ich fahre den Ford nur im Sommer. Einfach deshalb, weil kein anderer aus meiner Familie mit dem Wagen fahren kann. Mit der Schaltung, verbunden mit Zwischengas, komme nur ich klar“, so der rüstige Oldtimerliebhaber mit einem Augenzwinkern.

In besonderer Erinnerung sind ihm die Fahrten mit Tochter Sieglinde und Enkelkind Jil-Mandy zum BVB geblieben - Heinrich Sander ist Mitglied im Freundeskreis vom BVB. Oder vor dreizehn Jahren die Fahrt der eigenen Eltern zur Kirche, anlässlich ihrer Eisernen Hochzeit.

Stets vor auf Augen hat er dabei die silberne Kühlerfigur in Form eines Adlers, als ein besondere Zeichen für Kraft aus dem Hause Ford.

Wagen wurde 1931 zum letzten Mal gebaut

Letztmals gebaut wurde das legendäre Ford Modell A laut Online-Recherche am 31. August 1931. Nach seiner Generalüberholung hat das Oldtimermodell von Heinrich Sander nun wohl einen unschätzbaren Wert.

Wir stellen in unserer Serie Oldtimer und ihre Besitzer aus Lünen vor. Wenn Sie auch ein altes Schätzchen in der Garage oder der Scheune stehen haben, melden Sie sich gerne bei uns: lokalredaktion.luenen@ruhrnachrichten.de
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