"NRW-Patrioten" gehen am Sonntag auf die Straße

Gegendemo in Lünen geplant

Die von den "NRW Patrioten" in Lünen geplante Demonstration gegen "Islamisierung, Asylwahnsinn und Extremismus" kann Sonntag (1. November) stattfinden. Hinter dem Bündnis stecken offenbar Neonazis - daher werden viele Menschen gleichzeitig auf die Straße gehen, um wiederum gegen Rassismus zu demonstrieren.

LÜNEN

, 30.10.2015, 05:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die  Demonstration gegen „Islamisierung, Asylwahnsinn und Extremismus“ wird Sonntag (1. November) stattfinden. „Wir haben keine Handhabe, die angemeldete Versammlung zu untersagen“, sagte gestern ein Polizeisprecher auf Anfrage unserer Zeitung. Zurzeit liefen Gespräche mit den Organisatoren über den Ablauf der Veranstaltung. Das sei Standard, sagte der Sprecher weiter.

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Wer hinter den NRW-Patrioten steckt, dazu konnte die Polizei gestern keine genauen Angaben machen: „Diese Gruppierung ist uns nicht näher bekannt.“ Sie sei aber schon dem rechten Spektrum zuzuordnen, hieß es. Der Polizeisprecher kündigte an, dass Beamte die Demonstration am Sonntag begleiten werden. Der Antragsteller für diese Demo soll nach Angaben der Stadt aus Hagen stammen.

Wie bereits berichtet, soll der von den NRW-Patrioten geplante „Sparziergang durch Lünen“ am Sonntag um 14 Uhr am Lüner Hauptbahnhof starten. Zur gleichen Zeit soll eine Gegendemonstration auf dem Lüner Marktplatz stattfinden. Dazu hieß es bei der Polizei nur, dass eine Anmeldung vorliege. Nach Informationen unserer Zeitung hat ein Lüner (der Name ist der Redaktion bekannt) die Gegendemonstration für das örtliche „Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus“ angemeldet.

"In Lünen sind Rassismus und Ausgrenzung nicht geduldet"

Unterdessen forderte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns gestern alle Mitarbeiter der Stadt auf, an dieser Kundgebung teilzunehmen. Gemeinsam mit dem Lüner Bündnis gegen Rechtsextremismus, dessen Vorsitzender NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer ist, müsse im Umfeld der geplanten Demo der NRW-Patrioten deutlich gemacht werden, dass „in Lünen Rassismus und Ausgrenzung nicht geduldet werden“, sagte der Bürgermeister.

Minister Rainer Schmeltzer kündigte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung an, eine Rede auf der Gegendemonstration halten zu wollen. Außerdem sei er mit weiteren potenziellen Rednern im Gespräch. 

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