Isabell Schneider nach dem Abnehmen - 56 Kilo hat die sympathische Lünerin schon verloren und freut sich über ihr neues Aussehen. © Schneider
Meinung

Offenheit in Sachen Gewicht macht anderen Betroffenen Mut

Über Alter und Gewicht redet man nicht gerne - oder besser gesagt, frau. Dass Isabell Schneider so offen mit ihrer Abnehm-Geschichte umgeht, ist bemerkenswert, findet unsere Autorin.

Es ist leider auch im 21. Jahrhundert so – Frauen werden oft zuerst nach ihrem Äußeren beurteilt. Davon kann nicht nur Angela Merkel ein Lied singen. Wenn frau dann auch noch ein paar Kilos mehr auf den Rippen hat, verbirgt sie das gerne unter eher lässigen Klamotten.

Übers eigene Gewicht reden? Das ist ein Tabu. Isabell Schneider aus Lünen redet über ihr Gewicht, geht ganz offen mit ihrem persönlichen „Weg in ein leichteres Leben“ um. Sie zeigt diese Schritte in sozialen Medien und scheute sich auch nicht vor einem Interview.

Natürlich kann sie auch stolz auf das Erreichte sein. Nach zahlreichen erfolglosen Diäten und dem Kampf mit dem JoJo-Effekt entschied sie sich bei 140 Kilo für eine Operation. Und dafür, sich auf lange Vorbereitungen und Nachbereitungen einzulassen. Ihrer Gesundheit und ihrer Familie zuliebe.

Folgen und Erfolge

Das tun auch andere Frauen (und Männer), doch die meisten unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dass Isabell Schneider ihre Geschichte erzählt hat, ist mutig und wird auch anderen Betroffenen Mut machen.

Obwohl oder gerade weil Isabell Schneider auch zugibt, nach der OP Angst vor der eigenen Courage gehabt zu haben. Sie erzählt von den Folgen und von den Erfolgen. Und dass in einer Welt, in der es viel zu oft noch um Äußerlichkeiten geht.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt