Online-Umfrage: Mehrheit hat klare Position zum Thema Sicherheit in Lünen

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Der Ruf nach mehr Sicherheit ist laut im Lüner Wahlkampf. Fühlen sich die Lünerinnen und Lüner unsicher in ihrer Stadt? 767 Teilnehmer an unserer Online-Umfrage haben geantwortet.

Lünen

, 25.08.2020, 14:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ich fühle mich in der Lüner Innenstadt sicher.“ So lautete eine von 42 Aussagen in der großen Online-Umfrage der Ruhr Nachrichten. Lünerinnen und Lüner waren aufgerufen, ihre Meinung dazu zu sagen. Stimmen sie zu oder nicht? Die Mehrheit hat sich eindeutig positioniert.

Fast 60 Prozent der 767 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer nichtrepräsentativen Umfrage haben zugestimmt: Ja, sie fühlen sich in der City sicher. 16 Prozent von ihnen haben sogar bekräftigt, dass dieser Satz „voll und ganz“ zutreffe. Im jeweils eigenen Stadtteil ist dieses Sicherheitsgefühl sogar noch etwas größer. 61,4 Prozent fühlen sich sicher, davon mehr als jeder fünfte „voll und ganz“.

Wahlkampfthema gefühlte Sicherheit

Etwas mehr als jeder Dritte sieht das allerdings komplett anders und fühlt sich unsicher - sowohl in der Innenstadt als auch im jeweiligen Stadtteil. Drei der acht zur Wahl antretenden Parteien machen diese Mängel in der gefühlten Sicherheit in Lünen ausdrücklich zum Thema in ihrem jeweiligen Wahlprogramm.

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„Wir werden dafür sorgen, dass sich unsere Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt immer und überall sicher fühlen und dazu die Ordnungspartnerschaften mit der Polizei auf alle Ortsteile ausweiten“, verspricht die CDU Lünen. „Missachtungen gesellschaftlicher Verhaltensregeln dürfen nicht geduldet werden“, heißt es im SPD-Programm. Es sieht vor, „sowohl das subjektive Sicherheitsgefühl der Lüner und Lünerinnen (zu) stärken als auch die objektive Sicherheitslage weiter (zu) verbessern.“ - unter anderem durch einen kommunalen Ordnungsdienst.

Ordnungspartnerschaften als Schlüssel zum Erfolg

Da schließen sich auch die Freien Wähler an. „Sicherheit und Ordnung“ lautet der erste Punkt im Programm: In sogenannten Ordnungspartnerschaften könne „durch schnellere Koordination und Kommunikation ein aktiveres Netzwerk für mehr Sicherheit gebildet werden“. Gemeinsam haben wir es geschafft, die Ordnungspartnerschaften umzusetzen. Es gibt aber auch Bewerber um die Wählergunst, die in ihrem jeweiligen Wahlprogrammen auf die Forderungen nach mehr Polizei und Ordnungspartnerschaften verzichten.

Wenn im Programm der GfL von Sicherheit die Rede ist, dann von Verkehrssicherheit - und in einem Fall um die fehlende Rechtssicherheit für einen dauerhaften Betrieb des Trianel-Kohlekraftwerks nach der erfolgreichen Klage des Bundes für Umwelt- und Naturschutz. Auch den Grünen geht es um Verkehrssicherheit, wenn sie in ihrem Wahlprogramm von Sicherheit sprechen: Sie fordern eine Verkehrswende, die „notwendig ist für die Sicherheit der Menschen und für die Luftqualität in unserer Stadt“. Die FDP, die Linke und die AfD hatten ihr Wahlprogramm 20 Tage vor der Wahl noch nicht im Internet veröffentlicht.

Bürgermeister: Kritik zu Unrecht

„Sicherheit ist ein wichtiges Thema in Lünen“, findet Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns. In einer Video-Botschaft auf der Homepage der Stadt versichert er am Freitag (21. 8.), dass die Verwaltung dauerhaft daran arbeite. „Umso mehr ärgert es mich als Bürgermeister und Chef der Verwaltung, wenn die Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung zu Unrecht kritisiert werden - zum Beispiel im Wahlkampf.“ Gerade während Corona hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung massiv Präsenz gezeigt, „teils über ihre eigentlichen Pflichten hinaus“. Und die Zusammenarbeit mit anderen Sicherheitsorganisationen sei „gut und fruchtbar“.

Kleine-Frauns sieht aber auch Grenzen: „Zur Ordnungspartnerschaft mit der Polizei steuern wir - die Stadt Lünen - drei Mitarbeiter bei.“ Mehr Stellen gebe es nicht.

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